Artzney-Buch.
- - — , --------------------------- >—
still gelegen, ist es ein ungesund oder m«iZ, so treibt es solche aus, ist es aberein kmd. so stärcket es selbiges.
di. 6 Ein gutes Pflaster, wann eine frau besorgt ist um das
kind zu kommen.Man nimmt der dicken nürnberger lebzelten, deren drey oder vier klein^ gerieben, und gießt den bestm mulcateller darauf, m ein meßing>-«es pfännlein, daß es in der dlcke wie ein koch oder brey wlrd, hernachnimmt man zlmmct, nagel, muscatnüßundmastlx, alles klein geflossen,eines so viel als des andern, daß aber wohl kraffttg darvou w<rd, rüßrtsdarein, und zwey löffel voll Honig, das last man durcheinander aufem.mglütlein oder kohlfeucr sieden so lang, blß es anfangt zu dlcken, hernachnimm von einem reh- oder stück-hautlem, welches gar subttl ist, und schnei-de ein Pflaster so groß als der bauch ist, den navel aber schneide aus, strei-che das pfiaster darauf, eines guten Messerrückens dick, oder noch dicker,schmiere den bauch wohl mit kmder-balsam an, und lege dieses pfiaster sowarm d«eser/e,Ze/,k<m/lüber, kan also neun tage verbleiben, ehe manswiedemm irisch macht, wenn sich eine schwangere frau eines zustosses be-fürchtet, oder reissen empfindet, daß zu besorgen, sie möchte um das kind5onmuu, so tan mans ohne alle sorge geschwind auflegen, wenn auch einungesund oder mal,, darbey solte seyn, so hälts dieses Pflaster nicht auf, son-dern stärckt und erhält das kind, weuns anders möglich ist, biß auf dierechte zeit auszutragm; aber geschwinde muß mans brauchen.
n. 7 Ein anders.
HMarme haasen-blut in einem pfännlein, und bereite zwey schnitten ro-^«^ cken-brodt. gieß das warme haasen-blut darauf, bestreue es wohlmit nägelein-staub, leg eine aufdie lende», die m«dere aufdie rechen oder
^ 8 So bald eine frau ihre blume oder monath zeit bekommt,
wann sse schwanger ist.IsLo sollsic drey oder fünff mast,x-körnlein, und so viel Vögelein von fri-°^ schen eyern auf einen löffel einnehmen, auch wann sie ein weri; er-schröckt, oder sich kümmert, soll sie mastix-körnlein etwan eir.'-s verschlin-gen , auch soll eineicde ftau, wenn sie empfindet, daß ihr wehe wolt w r-den< oder sie erschrocken ist,ein viertel von einer muscaten-nuß mit ein wenighonü aufeinem gebäheten brodt essen, welchen tagsiedieses Ot, ist sie ver-sichert, daßchrnichtsmißlinge.
«^'
^>