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1 (1709)
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Artzney'Buch.

169

n> 12 Ein anders.

Winugrün-kraut, diegipffel oben, unter die zungen, und über das geader

^ gelegt, biß es verstehet.

K. iz Ein anders.

Nimm kleine rothe brenn-nessel, und ganßrich durcheinander gar wohl

"^ geflossen, und leg es aufdte wunden.

n. 14 Eine gute blutstillung.

Man nimmt Pfauen-fasse, den schwamm, und legt es auf die wun-

Ein anders.

den.

n- 15 »

MZimmbowm glmc-nZm und haasen-haar, dieweisse unter dem bauch,

^^ und von dem schweisse oder schwantze, mische es mit eyerklar zu einer

dicken m° m,, und legs auf die wunde. Wenn man aber dieses nicht also

gleich haben tan. so nimmt man ein leinen tüchlein, und verbrennt es über

einem lichtzuzunder, lescht es ab, und legt es in die wunden, und verbind

sie damt.

n. 16 Hesse-Pflaster.

Man nimmt gesottenes pech ein halb pfund, terpentm 4 loch, last es mit-

'^^ einander zergehen, und giest es in einen tiegel, wenn mans brauchen

will, so Mftman siedend wasser darauf, und streicht es auf, und brauchts.

Item: D« «112 ^,112«. ls!. 12». dium. 23

BraM-KWmg.

1 Ein guter tranck vor den kalten brandt.

^immeinmaaßsauerkraut-wasser, h,mß-wl/ls achtloth, sassran einloth, zwey loth krebs-augen,cßlgettt mM. Dieser stücke gebrauch:Nehmlich, irenn einer geschossen, verwundet, oder sonst beschädi-get wird, zu welchem schaden derkalte brandt schlagt; soll man erstlich dassauerkraur-wasser durch ein sauber tüchlein feigen, die hauß-wurtzel dareinlegen, vier stunden stehen lassen,, folgends den eßig darein giessen, den sassranklemreibrn, die trebs-augen flössen und in obgemeldtematerie gethan, laßsolches auf den halben theil einsieden, hernach den Patienten drey trünckedarvon gegeben, den ersten abend, wenn er nichts mehr issetodertrincket,den andern tag zwey stunden vor dem essen, den dritten trunck denselbenabend, wie den ersten; mit essen und trincken soll er sich maßighalten, undnichts von gewürß, oder was hitzig ist, gebrauchen.

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