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n. 8 Eine gute pest-latwcrge, welche ^nno 1^79. viel menschen
erhalten.M^rstlichnimmftischerauten, wermuth, iedes eine Hand voll, welsche^^ nußkerne von 12 nüssen, alant- runde hohlwurtz ledcs anderthalbloth, welssen diptam, cardobenedicten, jedes, loth, schwartze meßwurtz,pimpenell, ndes ein halb loth, saltz i qulntlein, stoß alles zu subtilem pulver,nimm dann 2 pfund Honig, mache alles zu einer latwerge, davon brauchzweymahl m der wochen, allezeit 1 quintlcin aufeinmahl iit gutem wein ein-gegeben, daraufmuß man vlerthalb stunden schwitzen, dann soll man denkrancken wieder erquicken mit saurer speise, dieleicht zu verdauen ist, seintrancksoll seyn cardobenedicten-wasser mit citronen-safft vermischt, diesesstarctt den krancken, und widerstehet dem gisst, so aber 24 stunden umseyn, soll ihm die latwerge wiederum gegeben werden, Mtd abermahls zstunden geschwitzt, es muß der mensch u unmahl nacheinander schwitzen,dann sonst seßt sich die kranckhett wieder feste, bey dleftm krancken aber sollstets feuer gebrennt werden, aber mit Wacholder-holtz, diß reiniget dielufft, sonderlich beydem krancken.n. 9 Rothe rühr latwerg zu machen.
Wimmsaukoth, der frisch ist im sommer aus der Halter oder weide, dörre^^ denselben ln einem glasierten Haftn wohl vermacht zu pulver, nimmdieses pulvers ein pfund, des guten theriac 3 loth, aledann quittensafft soviel, das genug ist; diese latwerge wlrd also gebraucht, wann der menschdie rothe rühr hat, oder magenM/g ist, so giebt man ein Mntlein einerperson, bestreue es mitemwenig zucker, oder mit einem blatlein gold, daßes nicht so ««lieblich ist, es hilfft gewiß, der quittensafft, so man zu derlatwerge gebraucht, muß ohne zucker seyn, und der Patient muß sich wohlwarm daraufhalten.
n. ic> Eine gute latwerge vor den fand odergrieß.
/Man nehme ipfundweissentüchen zucker, gieß ein seidel oder nösselge-^^ brcnntes erdbeer-wasser darauf, laß lhn sieden, blß er sich spinnt, als,dann nimm ein halbes pfund durchtriebene hetschebetschen-oder hanebut«»ten samtden kernen, wasche und truckne sie wieder, stoß sie zu pulver, vondiesem pulver nimm 2 loth, und thue es samt den durchtriebenen hanebut-ten in zucker, und laß es sieden, so lang biß es zu rechter dicke einer salsewird, wer gern will, tan eingemachte cttronrn-schalen darunter schneiden,so ist es desto angenehmer, wer an sand oder stein leidet, oder sich der urn^verschlagt oder verstopftet, soll zu zeiten von dieser latwerge essen, dann estreibt gewaltig, die schwangern frauen sollen aber nicht darvon essen.