Von den Vorbauungsmitteln. 545
ist, woraus in kurzer Zeit eine Krankheit entstehenwürde, hat den Ausbruch derselbigen oft glücklichverhindert; allein eben dies Mittel, wenn es beyeinem gesunden Menschen gebraucht worden, giebtihm, woferne er nicht alsobatd darnach krank wird,wenigstens mehr Neigung zu Krankheiten. Manhat leider gar zu viele Beyspiele, daß ieute, dieihren Geschmack an Arzeneyen gewöhnet, die besteGesundheit zu Grunde gerichtet haben. Schlechtangewandte Geschenke der gütigen Vorsehung, diesie den Menschen zur Wiederherstellung ihrer Gc?sundheit verliehen! — Verderblicher Misbrauchderselbigen, der, wenn er gleich die Gesundheitnicht würklich zerstöret, wenigstens macht, daß einCörper,dem die Arzenenen gewöhnlich geworden,inKrankheiten fast feine Würkung mehr von selbi-gen spüre. Auf diese Weife wird er der Hülfeberaubt, die er hatte erlangen können, wenn ernur im Fall der Noth seine Zuflucht dazu genom-men hätte.
Von dem Aderlassen.
Der Aderlaß ist nur in vier Fallen nöthig:l) Wann zu viel Blut im Cörper ist. 2) Wanneine Entzündung vorhanden. )) Wann in demCörper eine Ursache da ist, oder sich einstellen wird,worauf in kurzer Zeit eine Entzündung, öderenanderer gefahrlicher Zufall erfolgen würde, wennMm man