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Von dem Aderlässen
man nicht durch einen Aderlaß die Spannung derGefäße milderte. Aus diesem Grunde nimmtman einen Aderlaß bey Wunden und Quetschun-gen; bey einer schwangern Frau, die einen heftigenHusten hat; und in verschiedenen andern Fallen,zur Vorbauung, vor. 4) Bisweilen, um einenüberaus heftigen Schmerz zu stillen, der zwar nichtvon einem Ueberstuß, noch von einer Entzündungdes Geblütes herrühret, durch den Aderlaß aberdoch ein wenig gelindert wird, damit man Zeit ge»winne, die Ursache durch andere Mittel zu vertrei«ben. Da aber die beyden letzteren Ursachen inder That in den beyden ersteren enthalten sind, sokann man als einen Grundsaß festsetzen, daß derUeberftuß des Geblüts, und die Neigung desselbi«gen zur Entzündung, die beyden einzigen Ursachenseyn, die einen Aderlaß nothwendig machen.
§. 540.
Man erkennt die Entzündung des Geblüts anden Zufallen der Krankheiren, welche aus dieserUrsache entstehen. Ich habe davon geredet, undzugleich den Gebrauch des Aderlasses in diesenFällen bestimmt. Ich will hier die Merkmaleangeben, woraus man schlössen kann, daß man zuviel Blut habe.
Hiehergehört l) die Lebensart. Wenn manviel ißt,wenn mar> saftige Speisen, und Hauptfach»lich viel Fleisch genießt, wenn man nahrhafteWeine trinkt, wenn man zu gleicher Zeit gut ver-dauet.