52 Ursachen, welche die Krankheiten
die man sich darum gegeben, so ist sein Uebel dochnoch nicht zu Ende. Die Wirkungen der nahr-haften Speisen und der hitzigen Arzeneyen sinddiese, daß sie ihm den Keim einer schleichendenKrankheit zurück lassen. Diese nimmt nach undnach zu, bricht nach Verlaus einiger Zeit aus,und überliefert ihn nach langen Quaalen dem er-wünschten Tode.
§- 25.
Ich muß noch die Gefahr einer andern Ver-fahrungsart zeigen, nemlich, da man den Kran-ken purgirt, oder ihm im Anfang der Krankheitein Brechmittel giebt. Man richtet damit unend-lich viel Böses an. Es giebt Fälle, wo die abfüh-rende Mittel, im Anfange des Uebels, Dienstethun und nothwendig sind. Diese werden in denfolgenden Capiteln angezeiget werden. Doch solange man solche noch nicht kennt, so muß manals eine allgemeine Regel festsetzen, daß diese Mit-tel für jetzt schädlich sind. Es ist die meiste Zeitauch wahr, und allemal, wann es Enhündungs-Krankheiten sind.
§. 26.
Man hofft durch ihre Hülfe den Unstath ausdem Magen zu bringen, die Ursache der Reitzun-gen zum Erbrechen, des widrigen Geschmacks, desDurstes, der Uebelkeit, und die das Fieber unter-haltend« Materie zu vermindern. Man bekriegt
sich