ein hohes Alter zu erlangen. 71
beygebracht werden, sondern man wird weiternichts damit ausrichten, als daß sie ihre Fehler solange verbergen, als sie unter der Aussicht andererstehen.
Ein weiser Anführer hingegen wird die ver«derbte Neigungen und Irrthümer der Kinder zuseiner Erleichterung aufs Zukünftige nutzen. Erweiß sie zu verbessern, ohne daß die Kinder dessengewahr werden, und ihre Neigungen und Kräftenach ihren verschiedenen Graden auszumessen.
Mäßige Bewegung und Uebung ist demmenschlichen Körper und Verstände nützlich, aberzu viel Arbeit und allzuvieles Denken mattet ab.
Eben so verhält sichs auch mit dem Vermo«gen, welches wir das Gedächtniß nennen. Wannder Verstand spater kömmt, als das Gedächtniß,welches so viele behaupten, so zwingen wir ia dieKinder in das Gedächtniß zu fassen, was sie nichtverstehen. Man findet, daß sie alles begreifenwollen, und ganze Meynungen merken; sie sindaber voll Furcht vor jenen Wörtern und Gedacht«nißaufgaben, welche der lohnsüchtige iehrmei«ster um seiner eigenen Bequemlichkeit wille«Vorlegt.
Die meisten iehrer lassen sich mehr angelegenseyn, aus ihren Untergebenen bloße Bücherge-lehrte , als verständige und gute ieute zu ziehen.Es schlägt aber auch oft so übel aus, daß, wann dieLehrlinge nicht ganzverwirrt werden, sie wenigstensvor den Büchern den größten Abscheu und Widerne 4 willen
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