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Anleitung für den geringen Mann in Städten und auf dem Lande in Absicht auf seine Gesundheit
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72 Von den wahren Mitteln,

willen bekommen, welcher sie bisweilen gar nicht,bisweilen erst alsdann verläßt, wann sie bey meh-rern Jahren anfangen, wieder Muth und Kräftezu sammeln, nachdem sie von der Befehlshabereydes Schulmeisters befreyet worden, da sie als»dann durch einen weifern und gründlichern Unter»richt in kurzer Zeit zunehmen, und einen großenTheil ihrer vorigen Schulaufgaben vergessen.Mit andern geht dieses etwas langsamer, oder sieüberwinden wohl gar nicht mehr die Vorurtheileund Unarten, die ihnen durch die beschwerliche Ge-sellschast ihrer iehrmeister eigen geworden; undöfters hat sich ereignet, daß, wenn man vorhin alteieute aus ihnen bilden wollen, sie hernach ihreganze iebenszeit Kinder geblieben, wenn ihnenzumal zur Unzeit damit geschmeichelt worden, daßdie Sachen niemalen großer waren, als ihre jugend»liche Begriffe und Kräfte,

Es ist wahr, viel Verstand, Zeit und Gedultwird erfordert, Kindern eine rechtschaffene Unter-weisung und Anführung zu geben. Aber der istallezeit am ungeschicktesten zu diesem Erziehungs-geschäfte, her gleich oft mildem iehrling verdrieß,lich ist, und sowol das Feuer als die Sanftmuthverliert.

Ich sollte mich nicht so lange bey diesem Ge-Zenstande aufhalten, welcher eigentlich für denSittenlehrer gehört, wenn ich nicht überzeugt wäre,daß ein frohes Herz allein ein gutes Geblüt ma,<hen, und daß hingegen Furcht, Zwang und Still-sitzen