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Sechstes Buch/
Jon allerley tsvtllchem chlfft/vnd
seinen nachfolgenden Zeichen/ wie man sich vnbeMdlgt
davorksnnebehütenvndbewahrm/vnndsoscmandtdavonbeschädlgtwor-
dm ist/erretten. Item von derwütmden HundeBlssz/dersclbigcn Zeichen vnnd Cur.Von den folgenden Zeichen der gifftigcn Thlcr Stich vnd Bissz/ vnnd
wiedieselbigezuheylen.
N den vorigen Büchem/nlein aller liebster Aree/ habm wir be,
schrieben die köstlichewolriechende Gewürß / die köstlich eHelvnd Salben/die Baume vnd jhre Früchte/die Säfft/ GummivndHarß/ sodarauß ent«springm. Dergleichen auch die Kornfrüchte vnnd Kochkrauler. Item dieKräuter/so allem m der Arnney brauchlich /jhreWurtzeln vnd Säfft / auch«llerley Wein/ Ery vnd Metall.In diesem Buch aber/welches ohn eins das letzte ist / wollenwirerzchlmvudbcschrelben/dieKrafftvndWirckungdeßGiffts/welches vno beschädigenkan/vndder Arynenen die vnsdarwider zu gebrauchen. Damit wir aber viel Wort zu ma-chcn/vnddielangcRedevermeyden/ wöllenwirsolcheshlemitanfangm. Nach dem solcheBeschreibung in zwcp Theil gecheill wirbt/ als nemlich das ein / welches sich für zusehen vndzu hütm/vntmpetsen/oamit im Anfang fein Gifft nit verborgen / vnnd unwissentlich einge«nommen werde/oder wann es heimlich vnnd vnverschens eingegeben worden ist/ daß es vn-kläjftig sey/vnd nit schaden bring.Das ander/ welches die Cur beschreibt / deren die a llbereytdavon beschädigt.
Zum ersten aber wollen wir beschreiben dicweiscsich zu hüten vnd vor zusehen/welches der Miema»Altmetlichevermcinthaben/vberaußschwchrlichzuseyn/derhalben diejenige/so einem mit fichv«0tmGifft zu vergeben begehren /jre fachen also heimlich vnd llsiig wissen anzustellen/ daß sieauch ^//"" ^dm aller ckfchrncsten vnd fürstchtigsten bekriegen ksnnen.Dann die Gifft/welche bitter sind/ v«ha«!.mmischm sie mtt süssen dingen. Dicstmckende mit wolricchenden Stücken/oder vnder diejemge Arßncym/dle msonderheit deli Bresihafften vnd Krancken zu helffcn eingegeben wer-den/alsda ist der Wermut/das kraut ^Ä/c-i-i^anum^Saturep/Hpstop/TlImian / Do-sien/Stabwurtz/ViolwurH/Bibergeyl/oder so etwas den purgiercndenArßnepen gemeß ist.Öder vermischen die in Getränck/als in die siarckc Wem/in die Brühen/so man jsset / in süs,seWein/Mech/Most/vnd dergleichen/auch etwan in Safft/iinsen oderGerstm/odcr sonstin ander Gemüß/die man zu essen pftegtHerhalben soll man in solcherVermuhtung/wannman sich vor Gtfft förchtct/alle kunstreiche zubereyleSpeise siiehm vnd meiden / dergleichenauch allchtfftige Geschmack/als süsser/gesalßcner vnd sawrer Sachen/ vnd wann man dur-siigisi/soll man nit vberfiüssig tnnckcn/oder,n grossem Hunger begterllch essen / vnnd allwe-gen auffdie Geschmack derselbigcn steissig mercken/dann wann der lust vnd begierd gesättigtist/so wcrdM d»e andere frembdc geschmäck nit lcichtlich im magen vmbsangen noch vertawt.D:c Krancke vnd Bresthaffte bewahret man leichtlich daß sie tne getranck meiden/ welche
so viel von so!,chem beschädigt mögen werden. Vnd das ,st d«Weise sich vorzusehen/ damitmemands vn-uersehms von den Vcrgifftern betrogen/zur Verderbung komme. Es lst aber noch em. an-dercviel bequemere Weise: Als ncmltch/daß die/welche sich förchten / vnd ein Vernichtunghaben/daß jncn mit Gifft nachgesiellet werdt/allwegcn vor essen/was oem Gifft zu wider ist/
vnd