Nan»H.
Veschrei.
I
ErstesBuch/
Don den Wolnechenden Mrau-
tcrn/Gewürßm/allellepOelcnvnndSalbm/Aelvnnd
mancherlcy BMmcn/vttd was an dmselblgm wächst/vnd her-
außzufliessenpflegt.
Violwurtz/ Wz. Kap. /.lIolwuch/Gnechlsch vnd
' zuiatemIriz.daelstzuNutsch
Regenbogen/ darumb also ge-
nennt / dieweil seine Blumen
l mit denFarben sich demRegen-
bogen vergleichen.Die Violwurz hat Blatter wie dasSchwer-eelKraut/ allein daß sie grösser/ brcyter vnndseyster sind/dieBlumm wachsen auffdem ober-sten Th«l der Stengel / vnnd ein jeder Stengelvnd Aestlan tragt ein Blume/ sie wachsen vff-recht / m einer weite vnnd höhe/ vnd haben manscherley Farbm/dann sie sind weiß/blelch / grün/gelb / vmvmbraunvnnd Himnulblnw.Vnnddamit wirdt vns in den Blumen etlicher maLender Regenbogen vorgebildet. Seine Wurzelnhaben viel Gleyche/vnnd sindt hart/ eines gutenGeruchs / werden zu kleinen Scheublin zer-schnitten/ mit einem ieinen Faden durchzogen /»m Schatten getrücknet/vnd bewatt.
Iieallerbcsie Violwuw wachst in Illyria ^ ,M' >^ Hr,.
vnd Maeedonia / vnter welchen die edelste vnndbeste ist / welche ein kurße/fcste vnnd gedrungeneWurßcl hat/ die nit leichtlich zu zerbrechen ist/etwas an der Färb rotlccht / am Geschmackscharpff/eins lieblichen lautern geruchs/welche/
wann siezu Puluergemachtwirdt/einniessen erregt. Iie Violwurß nach dieser die beste/wachsimAftica/isiweiß/vndbitteram Geschmack. Iiealte Molwurß wlrdt wurmesslaaber doch an gutem Geruch nimpt sie zu. ^'^
AlleViolwurßhatdieKrafft/daßsiewarmet/dünnvnd flüssigmacht. Siestlllctvnnd-. .
werden/vonwegm^ "'
vndfiusslg.DelVlolwurßsibmquintleinschwehr/reinzuPuluergemacht/mit9^^^^^^^
Homgwassergetrunckm/treibtd^eGall/vnnddiedickepfiegmatiscbeFeuchtlM
dmStulgang.SlcbringtdenSchlaff/bewegtdie^rchen/^nnd^^^^^
dleMllßsucht/denKrampff/widerdleVerkalm
auffdieselblgewelßemgelwmmen/diedmnatürlichm Samen nicblbehalten mögen. M ie«ssrr»chWem getruncken/tmbt sie der F^awen Monatliche Zeit/wann die Fmwen den vl^deßBauchswannbahm/MltderBrüh/ darinnen V'olwuwgesotten hat/oder dicsclln"'
^ wepch