Druckschrift 
Kräuterbuch deß uralten unnd in aller Welt berühmtesten griechischen Scribenten Pedacii Dioscoridi Anazarbaei : von allerley wolriechenden Kräutern, Gewürtzen, köstlichen Olen und Salben, Bäumen, Hartzen, Gummi, Geträyt, Kochkräutern, scharpff-schmäckenden Kräutern und andern so allein zur Artzney gehörig
Seite
24
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

vllMögl».

Bereytung

wttclung

Bt«ytl.na

24 pcc^ciiOiofcoriäiz Erstes Buch/

blattend zu iatcm I^uru8l2nfolia genennt) vnddieauffdm Bergenwachsen/ torölso_. _ ^ . s. iscber es ist vnd grüner i so besser / vnd so es fast bitter vnd scharpfflst.^ Daö^orölhatcinKrasstzucrwärmen/zuweychen/dleiufftlöcherderA^^ zucröff-

nen. Es vertreibet die Müdigkeiten/ so Man sich damit schmiert/wie gleichfals auch alle ge-brechen der Scnnadem / du crkältungcn / frieren vnd blben/ so mit dem eingang der nachlas-senden Fiber ankomcn/ dltfiüssc/ schmerßenvNd wchthumb der Dhren/vnd die kalte Ge-brechen der Mrcn / so man sich w,e obcligemeldt dam« schmiert vnd bestmcht/denn getrnn-ekcn erregt es emen vnwlllen deß Magens vnd erbrechm.

^emnwolielXQN, Oleum lennicinum. Kap. flvl).

As öl Griechisch ZcKininon, zu Latein I.cnri5clnuln genennt/ wird bereyt wie'^oröl/ denn es wird auß dcr zeitigen Frucht gemacht/ aber die dlckmachung be-' sclncht zu vor / wie »m ^.oröl gesagt worden ist. Dieses öl heylt den Grind deß Vie-hes vnd der Hunde/ Vnd wlrdt fast Myllch vermischt vnder die zapfiin/ welche wlder diegebrechender Bcrmutter/ werden bereyt/ vnder die Salbm so wlder die Müdigkeit dienen/(wclchc ma,l Gncchlsch ^copa nennet) vndwlderden Grind vnd raudc/ Auch verhindertdl- scoöldcn vbcrfiüss:gcn Schweiß. Auffdiese Welsewirdt das Terpemhinöl auch ge-macht/ welches em k.-afft hat/ damit es zukülen vnd zusamcn zu ziehen pflegt.

Mastixöl 0lcum mMcmnum. Kap. xlviij.

fAstWl Glicchisch vnd zu Latein Oleum malticrunum wirbt auß gestossmem,Maftlr bereyt / ist gutwldcrallcgebrechcnderBccrmutter/vnndhatemKrafft/da-'Mltes sansstllcherwärmet/ zusamm zeucht/ vnd dazu aucherwevcht/ ist bequemv„d nüy wlder die harte gcschwulsten dc<? Magens/wider dm Schmerlen deß Bauchs/wel-che» sich erhebt auß dcr roten rhür (V^lcnrcriÄ,) vndden <Hauchfiuß ((^oU^cuz rnorduzgmcnt) rcynlgct das Angesicht von den mackcln vnnd stecken/vnnd macht em schöne färbe.Das aller beste wird m dcrInsel Chwbercpt.

ereymngalicher köstlichen

Salbm.DasMMapttel.

Msn-ervorhabcndcnOrdnung genug zuchun/haben wir vns fürgenommcn die berey-^ mng vnd Handlunge der köstlichen wolriechenden Salben zubesehrclben. Nach demoieSalben gut sindzu vielen gebrechen deß icibe/ wenn dcr-leib damit geschmicretwlrdt/ oder dcr Grruch dauon in die Nase empfangen/auch dicwcll sie vnder viel Ärßneycnnnftllchwcrd.urelMlscht. Diese wolrlcchende Salben werden durch den Geruch probiret/ob sie gerecht feycn oder nicht. Denn wenn sie den Geruch haben/ den Hingen ähnlich/da sieau ßgcma cht vl,d bereyt worden sind/ so hclt man sie für gut vnd gerecht.Vnd das ist das bestevrthcr l/wclches doch in etlichen Salben nit gehalten werden mag / dicwell etliche stucke vnderdie andere vermischt werden/ die da eines siarcken Geruchs sind/ vnd mit der starcke jhresGe-Nichs dcr andern stucke Geruch vorgchen/vnd dcnsclbigcn verhindern/ wie da geschieht m derMawran Salb (^.maricinumgenent) Saffran Salb (<^rc>cinum) m derFemgrectSalb (Vn^uenium^cllnnmgencnt) vnd M etlichen andem mchr.Hieselbigeaberwer-den pl obierct vnd bewehret auß ihrem staten gebrauch.

Rosenöl oder Salb Kosaceum. Kap. /.

/^^^Ic Rosen Salb/ Griechisch Kcäincin, zu Latein Kosaccum, wird also berepttt.

BinßenodcrCamclohew v. Pfundxvj. -lot/laßdieselblge^^siossen/mltWasscrbefcuchtcnivndcr^.Pfunox^otBaumölsvermisch allesnm clnalldcr sanfftlith sieden/vnnd rhürc es offtvmb/ darnach wann du das öl/ du«ch em

Tuch

Blrtylung