Combinirte Bewegungen;
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säure , welche im Fleische gefunden worden ist, zum grossen Theilesolche Milchsäure ist, welche aus dem Inosit gewonnen wird. Du Boisbat zuerst nachgewiesen, dass die Muskeln nicht nur beim Abstorben
sauer werden, sondern dassWenn man einen lebendentrahiren lässt, so nimmt erabstirbt. Aber es ist wohlContraction und behufs der
sie auch sauer werden durch die Contraction^Muskel sich mehrmals hintereinander con-saure Iicaction an, noch che er thatsächlichkeinem Zweifel unterworfen, dass bei derContraction noch weitere chemische Verän-derungen im Muskel vor sich gehen, die wir bis jetzt nicht kennen.
Eine weitere Frage ist die, ob alle lebendige Kraft, welche hierfreigemacht wird, als Arbeit zum Vorscheine kommt, oder ob sie auchals Wärme erscheint. Dass Wärme bei der Muskclcontraction gebildetwird, hat Dutrochet und hat auch Helmholtz nachgewiesen, indemer eine Kette aus Eisen und Neusilber construirte, deren einzelne Theileaus lauter dünnen Schienen bestanden, die er durch die Muskeln hin-durchstecken konnte ; er brachte dann die Muskeln zur Contraction undkonnte an dem entstehenden Thermostrome nachweisen, dass eine Tem-peraturerhöhung stattfand. Es ist ferner bekannt, dass im Tetanus eineoft sehr bedeutende Erhöhung der Eigenwärme eintritt, und Billrothhat direct nachgewiesen, dass ein Theil dieser Wärme local in den con-trahirten Muskeln gebildet wird, dass sich die Temperatur der Muskelnim Tetanus und auch beim künstlichen Tetanisiren über die der übrigenTheile erhöht. Also über das Factum, dass Wärme und zwar eine nichtunbeträchtliche Menge von Wärme bei der Muskclcontraction gebildet wird,ist kein Zweifel; aber diese Wärme hat möglicher Weise zweierleiQuellen. Sicher zum grossen Theile rührt sie her von Arbeit, welcheinnerhalb des Muskels durch die Widerstände verbraucht wird. Wennein Muskel sich so weit contrahirt, dass er seine eigene Substanz zu-sammendrückt, so erzeugt er dadurch auf mechanischem Wege Wärme,und wenn er ein Gewicht hebt, so erzeugt er eine gewisse äussereArbeit, zugleich aber auch in seinem Innern seeundär eine gewisse Quan-tität von Wärme. Ausserdem ist es aber auch möglich, dass primär schonbeim chemischen Procossc selbst nicht die ganze Quantität der leben-digen Kraft als Arbeitskraft, sondern dass ein Theil derselben als Wärmezum Vorschein kommt. Eines können wir aber mit Gewissheit sagen,dass nicht umgekehrt Wärme, welche durch den chemischen Processgebildet wird, seeundär in Bewegung umgesetzt wird; denn in den Mus-keln fehlt jegliche Vorrichtung, durch welche Wärme iu bewegendeKraft umgesetzt werden könnte.
Coinbinirte Bewegfingen.
Bei dem Zusammenwirken der Muskeln zu combinirten Bewegungengilt das allgemeine Gesetz, dass, wenn irgend eine wesentliche Anstren-gung gemacht werden soll, nicht nur diejenigen Muskeln, welche directund auf dem kürzesten Wege die betreffende Bewegung zu Stande brin-gen, wirksam sind, sondern dass auch alle diejenigen Muskeln mitwirken,welche etwas zum Zustandekommen der Bewegung beitragen können.Die Ermüdung eines Muskels, welche ihn unfähig macht zu weiterenLeistungen, beruht auf dem A r erbrauch von nutzbarem Material und auf