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Dio Msigenverdauung.
Fig. 113.
capillar zerfallen, die Capillaren die socernirenden Schläuche umspinnenund sich oben wieder in Venen sammeln, -welche nun unmittelbar unterder Oberfläche ein dichtes und beträchtliches Netzwerk bilden. Es istdies deshalb von einer gewissen praktischen Wichtigkeit, weil man daraussieht, dass, wenn Erosionen, auch oberflächliche, an der inneren Ober-fläche des Magens stattfinden, dabei nicht, wie bei Abschürfungen ander äusseren Körperoberfläche, nur Capillaren verletzt werden, sonderndass durch solche Erosionen sogleich eine Menge von kleinen Venenverletzt wird.
Die Schleimdrüsen sind im Allgemeinen nach dem gewöhnlichenTypus der Schleimdrüsen gebaut, nur dass bei den Glandulis pyloricisdie einzelnen Schläuche mehr gestreckt liegen, als dies sonst bei denSchläuchen der Schleimdrüsen der Eall zu sein pflegt. Sonst pflegenauch die eigentlichen secernirenden Schläuche der Schleimdrüsen meistunter der Schleimhaut zu liegen und die Schleimhaut nurmit dem Ausführungsgange zu durchbohren. Die Glandulaepyloricac liegen aber in ähnlicher Weise wie die Pepsin-drüsen innerhalb der Schleimhaut, so dass das submueöseMuskellager unter ihnen weggeht, und sie geben mit ihrenverzweigten Schläuchen und verhältnissmässig weiten Aus-führungsgängen solche Bilder, wie sie schon Dondersfrühzeitig und richtig von ihnen geliefert hat (siehe Eig. 33).Sie sind mit einem Cylinderepithel ausgekleidet, ganz ähn-lich dem, wie es auch die übrigen Schleimdrüsen zeigen.Die Längsfasern des submueösen Muskellagors siuddie Fortsetzung der submueösen Längsfasern des Oesophagus.Es kommen aber zahlreiche neue hinzu; erstens, weil jadas Lumen des Magens viel grösser ist, und zweitens, weilsich dieses Muskellager stärker entwickelt. Es kommenauch Ringniuskelfasern hinzu, aber Längs- und Ringmuskel-fasern sind hier im Magen noch nicht streng von einandergeschieden, sie durchflechten sich noch mattenartig. Erstwenn man den Pylorus passirt, treten zwei getrennteSchichten im submueösen Muskellager auf, ein inneresRing- und ein äusseres Längsmuskellagor. Auf dieMuskellager folgt das Peritonaeum, ein bindegewebigerUebcrzug, in dem wie in anderen serösen Bläuten ein feines elastischesEasernetz liegt, und der von einem ungeschichteten Pflastorepitheliumbekleidet ist.
Die Magenverdauung.
Verdauungsversuche an lebenden Thieren wurden schon von denMitgliedern der Aocademia del eimento angestellt, und zwar in der Weise,dass sie Nahrungsmittel in durchlöcherten Ilöhrcn in den Magen brachten,und diese nachher untersuchten. Da sie aber zu ihren Versuchen vor-zugsweise körnerfressende Vögel benutzten, welche bekanntlich eine sehrstarke Muskulatur und eine starke Hornschicht im Magen haben, mitder sie die Körner zermalmen, gewissermassen im Magen kauen, so