Gegohrone Getränke,
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denselben in kurzer Zeit, und für diejenigen, welche diesen Umstandnicht kennen, in räthselhaftcr Weise unterliegen.
Das dritte, und das mit Eecht am meisten verschrieene und ver-folgte gegohrene Getränk ist der Branntwein. Es ist so viel über denGenuss desselben geschrieben und gesprochen worden, und der Streit istso allgemein iu die Laienwelt eingedrungen, dass ich hier nur auf einzelnePunkte aufmerksam machen will. Man entschuldigt bisweilen den Brannt-woingenuss in dem armen Theile der Bevölkerung damit, dass mau sagt:Die armen Leute hungern und frieren, sie haben kein Geld, sich Nahrungzu kaufen, und deshalb kaufen sie sich Branntwein, um sich zu erwärmen.Das würde richtig sein, wenn die Yerbrennungswärme des Branntweinesgrösser wäre, als die Verbrennungswärme des Getreides oder der Kar-toffeln, aus welchen der Branntwein gebrannt worden ist. Das kannaber unmöglich der Fall sein. Wenn das Amylum in Zucker umgewandeltwird, und der Zucker vergährt, so wird dabei Wärme gebildet; dieMaische erwärmt sich bekanntlich nicht unbedeutend, es wird also Wärmefrei, es wird lebendige Kraft aus der vorhandenen Spannkraft gebildet,die sich von der ursprünglichen Verbrennungswärme subtrahiren muss.Ausserdem wird ein gasförmiges Product gebildet, die Kohlensäure, welcheentweicht; dazu wird wiederum lebendige Kraft gebraucht. Es ist alsoganz unmöglich, dass das Aequivalent von Alkohol eine eben so grosseVerbrennungswärme habe, als die Stärke hatte, aus welcher der Alkoholbereitet wurde. Wenn Sie nun ausserdem berücksichtigen Regiekosten,Steuern, Gewinn u. s. w., so sehen Sie leicht ein, dass der arme Mannseine Wärme in Gestalt von Branntwein ausserordentlich viel theurerbezahlt, als er sie in Gestalt von Brod oder in Gestalt von Kartoffelnbezahlen Avürdc. Der Branntweingcnuss bei der armen nicht arbeitendenBevölkerung hat keine physiologische, höchstens eine psychologische Ent-schuldigung. Etwas anders verhält es sich bei der arbeitenden Bevölkerung.Diese hat bei der schweren Arbeit häufig nicht die hinreichende Müsse,ihre Nahrungsmittel zu bewältigen, die Menge von Nahrungsmitteln zubewältigen, welche sie bei der Arbeit braucht, und sie nimmt deshalbmit der Nahrung Branntwein zu sich, um bald wieder zur Arbeit auf-gelegt zu sein, um wieder arbeiten zu können, und zugleich auch, umsich in einen gewissen Aufregungszustand zu versetzen, welcher sie leb-hafter, freudiger zur Arbeit macht, und welcher ihnen auch eine grössereWiderstandsfähigkeit gegen die Einflüsse der Witterung uud gegen Strapazengibt. Es hat sich vor vielen Jahren in der preussischen Armee gezeigt, dassdie Mitglieder der Mässigkeitsvereine bei Märschen und Uebungen vonden Strapazen und den Temperatureinflüssen mehr litten, dass sie häufigerin Folge derselben erkrankten, als die übrigen Soldaten, was aber wohlzum Theile daher rührte, dass ihnen, wie dies aber auch bei dem nor-dischen Arbeiter der Fall ist, der Wein des Preises wegen unzugänglichwar, und sie sich deshalb darauf angewiesen sahen, entweder unver-mischtes Wasser oder das damals auf dem Lande meist sehr schlechteBier zu trinken. Wenn man aber auch zugeben muss, dass für diearbeitende Bevölkerung ein massiger Branntweingenuss nicht geradezuschädlich ist, und dass derselbe sie unter Umständen in ihrer Thätigkeitfordert, so kann man doch andererseits nicht in Abrede stellen, dass das,was über die Folgen des übermässigen Branntweingenusses gesagt uud
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