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1 (1875)
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Die Kohlehydrate.

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Stärke durch. Gerbsäure ausfällt, so fällt man das ganze Erythrainylummit aus, während das Dextrin in Lösung bleibt. Zweitens, wenn einezu untersuchende Lösung mit Jod eine rothc Farbe gibt, von der manim Zweifel ist, ob sie von Dextrin oder von Erythramylum herrührt, sokann man dies folgendermassen entscheideu. Man versetzt die Flüssigkeitreichlich mit Jod und säuert an; dann senkt sich nach längerem Stehendas ganze, Erythramylum zu Boden, und wenn kein Dextrin in derFlüssigkeit ist, so bleibt darüber eine ungefärbte oder gelbliche Flüssig-keit stehen, während umgekehrt, wenn die rothe Eeaction nur von Dextrinherrührt, kein Niederschlag entsteht, indem das Joddextrin sich in saurenAuflösungen nicht ausscheidet, wie es das Erythramylum thut. Endlichhat, wie wir gesehen haben, das Erythramylum, oder richtiger, die inihm enthaltenen Erythrogranulose, eine stärkere Verwandtschaft zum Jodals die Granulöse, das Dextrin aber eine geringere.

Wenn man mit dem Kochen der Stärke mit verdünnter Schwefel-säure fortfährt und von Zeit zu Zeit wieder Proben herausnimmt, sowird man finden, dass nach einiger Zeit auch die rothe Eeaction ver-schwindet, dass die Flüssigkeit sich mit Jod nicht mehr, oder nur nochgelblich färbt. Wenn man jetzt die Säure neutralisirt und die Flüssigkeitkostet, so wird man bemerken, dass sie süsslich schmeckt, es hat sich einZucker in ihr gebildet. Versetzt man aber die filtrirte Flüssigkeit mitAlkohol, so bekommt man noch einen Niederschlag. Wenn man diesenNiederschlag auf dem Filtrum sammelt, ihn in wenig Wasser wieder auf-löst, so findet man, dass er, ähnlich wie das Dextrin, welches wir bisherkennen gelernt haben, eine gummiartige Masse darstellt, die sich aberdurch Jod nicht mehr färbt. Auch diese Substanz dreht die Polarisations-ebene noch nach rechts, und sie ist in der That auch vielfältig mit demNamen Dextrin belegt worden, namentlich von allen französischenChemikern. Daher kommen die verschiedenen Angaben in den Lehr-büchern, indem es einmal heisst: das Dextrin färbt sich mit Jod violett das bezieht sich auf das gewöhnliche käufliche Dextrin ein anderesMal heisst es: das Dextrin färbt sich mit Jod roth das bezieht sichauf reineres Dextrin und ein ander Mal heisst es: es färbt sich dasDextrin mit Jod gar nicht oder gelblich das bezieht sich auf diesezweite Art von Dextrin, die sich erst bei längerer Einwirkung der Säurebildet. Da diese beiden Körper, wie wir später sehen werden, sehrwesentlich von einander verschieden sind, so können sie auch nicht beideohne weiters den Namen Dextrin führen, wir müssen sie deshalb durchverschiedene Namen unterscheiden. Ich will dasjenige Dextrin, das sichmit Jod roth färbt, Erythrodextrin, und dasjenige Dextrin, das sichmit Jod nicht färbt, Achroodextrin nennen. Diese beiden Körper hatschon-Nasse genau gekannt, der den sich mit Jod roth färbendenDextrin und den sich mit Jod nicht färbenden Dextrinogen nannte.Ich behalte den Namen Dextrinogen deshalb nicht bei, weil dieser Körpervon allen französischen Chemikern ausnahmslos als Dextrin bezeichnetworden ist, uud auch von den übrigen nicht vom Dextrin unterschiedenwurde, wenn sie auch angaben, es färbe sich das Dextrin mit Jod-tiuctur roth.

Ausser diesem Achroodextrin befindet sich also jetzt in der Flüssig-keit noch ein Zucker, und wir nennen diesen Zucker, weil er aus der

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