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Anorganische Nahrungsmittel.
Diese hatte eine verhältnissmässig hochliegende Fistel im Dünndarm, ausder die genossenen Speisen austraten, so dass sie nur einen sehr kurzenWeg durch den Körper machten, und deshalb nicht die hinreichendeMenge davon resorbirt wurde. Die Kranke, trotzdem sie grosse Mengenvon Nahrung zu sich nahm, litt an Inanition, bis sie auf der Klinikin einer anderen "Weise, die wir später kennen lernen werden, ernährtwurde. Wenn sie sich recht voll gegessen hatte, und man sie fragte,ob sie satt sei, so sagte sie, sie habe zwar das Gefühl, dass ihr Magenvoll sei, aber Hunger habe sie doch noch, das heisst, das allgemeineGefühl der Inanition war durch die Anfüllung des Magens nicht gehoben,wohl aber das Gefühl der Magenleere, und dies letztere ist es, welcheswir gewöhnlich an uns als Hunger bezeichnen, da wir es nicht bis zumallgemeinen Hungergefühle kommen lassen.
Die Muskeln Verhungerter sind sehr welk und leicht zerroisslich.Milz und Leber sind klein , und letztere ungewöhnlich dunkel gefärbt.Die Menge des Blutes in den Gefässeu ist im Allgemeinen gering, und dieDarmwände sind mehr oder woniger verdünnt. Es ist diese Verdünnunghäufig deshalb nicht in die Augen fallend, weil der ganze Darm undauch der Magen sich stark zusammengezogen haben.
Diese Erscheinungen gelten im Ganzen für solche Individuen, denendie Nahrungsmittel nach und nach ausgegangen sind, sie scheinen nichtunter allen Umständen anwendbar zu sein auf Individuen, welche durchplötzliche absolute Nahrungscntzichung zu Grunde gegangen sind. Esscheint, dass diese bisweilen sterben, noch ehe es bis zu dem Gradeder Inanition gekommen ist, dem dieser Leichenbefund entspricht. Esist in neuerer Zeit ein solcher Fall in England vorgekommen. Da warein Mädchen, eine gewisse Sarah Jakob, die angeblich nicht ass, dabeiaber ausserordentlich fett war. Da man mit Recht einen Betrug ver-muthetc, so wurde das Kind bewacht. Es ass jetzt thatsächlich nichts.Nach acht Tagen, also verhältnissmässig früh, starb es. Als es sich nundarum handelte, ob das Kind Hungers gestorben sei, wurde auf Grunddes Obductionsbefundes geltend gemacht, dass der Panniculus adiposusam Thorax und am oberen Theile des Bauches noch einen halben Zollund am unteren Theile des Bauches nahezu einen Zoll dick gewesen sei.Es ist dies ein Befund, wie er wohl erklärlich ist, da das Kind ausser-ordentlich fett war, und nur acht Tage gefastet hatte, der aber in denFällen niemals vorkommt, in denen Individuen durch langsame Inanitionzu Grunde gegangen sind.
Die Nahrungsmittel.Anorganische Nahrungsmittel.
Die Nahrungsmittel theilen wir ein in anorganische und organische.Die anorganischen Nahrungsmittel dienen uns als Bostandtheilc unseresKörpers, um gewisse Theile unseres Körpers aufzubauen, theils auch,um diejenigen anorganischen Substanzen zu ersetzen, welche durch denHarn fortwährend aus dem Körper ausgeschieden werden. In Eücksichtauf den Aufbau unseres Leibes sind uns in erster Reihe die phosphor-