Der Stoffwechsel.
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Verlust in Bruchtheilen des ursprünglichen Gewichtes der Organe.
Haut ..........0,333
Nieren..........0,319
Lungen..........0,224
Kehlkopf- und Luftröhrenknorpel . 0,214
Knochen.........0,167
Augen . . ■ ........0,100
Nervensystem . .....0,019
Dass das Fett so rasch schwindet, hängt damit zusammen, dass esverhältnissmässig leicht verbrennlich, leicht oxydirbar ist, und also leichtdem Respirationsproccsse unterliegt. Es wird deshalb auch das Fett imKörper in Vorrath abgelagert, es ist ein Respirationsmatcrial, welches fürgelegentliche Zwecke aufbewahrt wird. Die Laien meinen freilich, diemageren Menschen hielten, wenn sie krank würden, mehr aus als diefetten: wenn die fetten einmal krank würden, dann ginge es bald mitihnen zu Ende. Das ist eine'falsche Vorstellung, die sich daraus gebildethat, dass die fetten Menschen gewissen, rasch zum Tode führenden Leidenmehr ausgesetzt^sind als magere. Im Ganzen muss man sagen, dass einIndividuum, welches eine gewisse Menge von Fett im Vorrathe abgelagerthat, eine Krankheit, die mit Nothwendigkeit eine längere Zeit dauernde,unvollständige Ernährung bedingt, besser aushält, als Individuen, welchebereits mager waren, als sie von dieser Krankheit befallen wurden. Inder That ist es auch bekannt, dass diejenigen Individuen, welche längereZeit gekränkelt haben, ehe sie einen Abdominaltyphus bekommen, demVerlaufe des Typhus im Allgemeinen schlechter widerstehen, als diejenigen,welche von demselben in voller Gesundheit befallen worden sind. ,
Gewisse Menschcnracen haben eine besondere Neigung, Fett in Vor-rath anzusetzen. Dazu gehören vor Allen die Hottentotten. Sic könnendem entsprechend auch längere Zeit Entbehrungen aushalten. ThcophilusHahn, der im Caplande aufgewachsen ist, erzählt von einem Hotten-tottenknaben, dem in der Jahreszeit, in welcher er zu Hahn's Elternins Haus zu kommen pflegte, die Beinkleider hinten stets zu eng wurden,während er später, wenn er wieder zu seinen eigenen Eltern zurückkehrte,ohne Krankheit oder Schwäche in auffälliger Weise abmagerte. Dasallerbelehrendste Beispiel von Fettablagerung ist aber das Kamecl. DerAraber sagt ganz richtig, das Kameel lebe auf den Karavanenreisen vonseinem Höcker. Wenn das Kameel gut ernährt wird, lagert es in demBindegewebe des Höckers eine grosse Menge von Fett ab. Dieses Fettverbraucht es nach und nach auf der Karavanenrcise, während welcheres unvollkommen ernährt wird, ohne dass sein übriger Körper beträcht-lich leidet, und wenn es dann zur rechten Zeit ankommt, kann es ineiner kurzen Zeit durch bessere Ernährung für weitere Strecken, be-ziehungsweise für den Rückweg, wieder arbeitsfähig gemacht werden.
Dass die Milz in der Abnahme gleich nach dem Fette folgt, hängtwahrscheinlich mit zweierlei Umständen zusammen, erstens damit, dassdas Gewicht der Milz grösstcntheils durch den Blutgehalt bedingt ist, undwenn in Folge des Fastens die Blutmenge im Allgemeinen abnimmt,namentlich die Milz an Blut verarmt. Zweitens aber auch wohl damit,dass in der Milz ein reicher Stoffwechsel stattfindet, wegen der Mengevon zelligen Elementen, welche in derselben producirt werden, und welche,
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