Der Stoffwechsel.
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füttert. Der Harn wird klar und sauer, wie der eines Fleischfressers, undebenso wird der Harn eines Pflanzenfressers, den man gänzlich, fastenlässt, klar und sauer, weil er dann gegen seineu Willen Fleischfresserwird, weil er dann auf Kosten seiner eigenen Substanz respiriren muss.
Die Kenntniss, welche wir von dem Wechsel der geformten, derorganisirten Substanz im Körper haben, ist gering. Wir wissen, dass sichein Thoil der Oberhaut fortwährend abstösst, wir wissen, dass die Haareund die Nägel, also im Allgemeinen die Horngebildc fortwährend wachsen,und dass wir sie durch Schecre und Messer stückweise entfernen. Wirwissen ferner, dass aus gewissen Drüsen nicht blos ein flüssiges Secretkommt, sondern dass auch ganze Enchymzellen mit aus den Drüsen aus-gestossen werden, und ebenso, dass auch von den inneren Epithelieii, vondem der Nasenschleimhaut, dem der Bronchialschlcimhaut, und dem desTractus intestinalis gelegentlich etwas ausgestossen wird. Indessen hatman auch in dieser Beziehung früher übertriebene Vorstellungen gehabt.Man hat sich z. IB. eine Zeitlang vorgestellt, dass die Secrction desMagensaftes, der Verdsfuungsflüssigkoit, immer so erfolge, dass die ganzenEnchymzellen aus den Pepsindrüsen ausgestossen würden. Man wurde aufdiese Idee geführt dadurch, dass hei den Kaninchen, bei denen derMagen niemals leer wird, sich an der inneren Oberfläche desselbenzwischen dem Mageninhalte und der Magenwand eine Schicht anhäuft,die aus lauter Zellentrümmern besteht. Wenn man aber den Magensaftdes Hundes und auch den frisch secernirten Magensaft des Menschenuntersucht, so findet man, dass er eine klare Flüssigkeit ist, in der nursporadisch geformte Elemente vorkommen. Ebenso glaubten einigePhysiologen, dass behufs der Resorption das Cylindcrcpithcl des Darm-kanals abgestossen würde, dass die Spitzen der Zotten frei würden, damitsie resorbiren können. Man weiss jetzt, dass dies bei Weitem nicht derFall ist, sondern dass das Epithel ein durchaus nothwendiger Factor derllcsorption ist, und dass tiefe, gewaltsame Störungen im Organismus ein-treten, wenn das Epithel des Darmkanals in grösserer Ausdehnung ab-gestossen wird.
Andererseits kennt man wiederum Thatsachcn, welche darauf hin-deuten, dass, namentlich in gewissen Geweben, der Wechsel der geformtenBcstandtkcilc ein sehr geringer ist. In den Knochen finden zwar be-deutende Wandlungen statt, so lange sie wachsen, indein sie in einzelnenPartien schwinden, während sie in anderen neue Substanz ansetzen; aberspäter, wenn sie einmal ihre volle Ausbildung erreicht haben, scheint derWechsel ihrer festen Substanz, namentlich der ihrer organischen Grund-lage, sich sehr zu beschränken. Eine interessante und lehrreiche Er-scheinung zeigt bisweilen die Linse des Auges. Man findet bisweilen inihr eine einzelne getrübte Schicht, die in der übrigens klaren Linse liegt,und einen so geringen Durchmesser hat, dass man mit Bestimmtheit sagenkann, dass sie schon während des Embryonallebcns abgelagert wordenist, und doch hat sie sich Jahre lang erhalten. Die Persistenz derHornhautflecke, die Langsamkeit, mit der sich Narben verändern, deutetdarauf hin, dass der Wechsel der stickstoffhaltigen Substanzen sich auchhier viel mehr auf die gelösten Thcilc bezieht, als auf diejenigen, welchebereits Gestalt, welche bereits Form angenommen haben, und somitFormbcstandtheile des Körpers geworden sind.
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