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1 (1875)
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Dio Thymus.

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einige nooli nahe Beziehungen zum Lymphgefässsysfomo darbieten werden.Wir wollen den Anfang machen mit der Thymus.

Die Thymus.

Die Thymus besteht aus einer grossen Menge von kleinen Läppchen,die durch Bindegewebe mit einander verbunden sind, und deren jedesinsofern sein eigenes Gcfässsystcm hat, als in jedes eine oder mehrerekleine Arterien hineingehen, und das Blut durch eigene kleine Venenwieder herausgeführt wird. Abgesehen- von den Capillaren, welche diesekleinen Arterien in die Läppchen hineinschicken, bestehen die letzterenaus einem bindegewebigen Stronia und einer grossen Menge von Zellen-keimen in verschiedenen Graden der Entwicklung zu lymphkörperähnlichenZellen, kurz wir haben hier das vor uns, was wir mit dem Namen deradenoiden Substanz bezeichnen. Die Thymus wächst im Embryo rascherals andere Organe, sie hat aber zur Zeit der Geburt noch nicht dasMaximum ihrer Grösse erreicht, indem sie während des ersten Jahresnoch weiter wächst. Dann bleibt sie eine Weile stationär und geht mitdem zwölften oder dreizehnten Jahre ihre regressive Metamorphose ein.Kölliker gibt indessen an, dass er manchmal bei Individuen von zwanzigJahren noch eine ganz sueculente Thymus gefunden habe. Man beschreibtin der Thymus eine eigene Höhle, welche den Namen der Thymushöhleführt. Sie kommt aber nicht überall vor. Man kann sehr häufig dieThymus von neugebornen Kindern durchschneiden, ohne dass man irgendetwas von dieser Thymushöhle vorfindet. Da wo sie vorkommt, sind ihreWände rauh und- die umgebende Substanz erweicht. Sie ist eine Lücke,welche aus einem im Innern der Thymus stattfindenden Schmelzungs-processo hervorgegangen ist, einem Schmolzungsprocesse, mit dem dieregressive Metamorphose einhergeht, welche nach und nach die ganzeSubstanz der Thymus aufzehrt und ein lockeres sich später mehr ver-dichtendes Bindegewebe zurücklässt.

Nach ihrem mikroskopischen Baue muss mau die Thymus denperipherischen oder terminalen Lymphdrüsen anreihen, indem sie ganzaus sogenannter adenoider Substanz besteht, welche aber nur währenddes embryonalen Lebens und während des jugendlichen Alters funetionirtund später zu Grunde geht. Es treten auch beträchtliche Lymphgcfässeheraus, die sich aus oberflächlich verlaufenden Aesten zusammensetzen.

Dass eine Lymphdrüse ausschliesslich für das jugendliche Alterexistire uud später schwinde, hat nichts Unwahrscheinliches. Es magin der Jugend ein grosser Bedarf an farblosen Blutkörperchen gedecktwerden müssen. Auch die übrigen Lymphdrüsen sind in der Kindheitrelativ gross und im späteren Alter, im Greiscnalter, nehmen sie nicht nurrelativ, sondern auch absolut an Masse so bedeutend ab, dass berühmteAnatomen des vorigen Jahrhunderts noch in Zweifel sein konnten, obnicht im höchsten Alter die Lymphdrüsen gänzlich verschwänden. Esgeht dieser Process so vor sich, dass nicht mehr so viel Zellen nach-gebildet werden, als fortwährend in Gestalt von Lymphkörperchen ausden Lymphdrüsen horausgeschwemmt werden, dass mithin die Zellen-balkeu immer kleiner und dünner, manche von ihnen ganz aufgezehrtwerden, so dass nun die Anzahl der tiefen Lymphbahnen im hohen