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Entwickclung der Lym Polkörperchen.
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diese ganz dieselben Bildungen sind, und dass die Peyer'schen Drüsenvon den solitären sich nur dadurch unterscheiden, dass sie in Plaques,in Haufen vereinigt, während die andern zerstreut liegen. Also auchdie solitären Drüsen sind periphere Lymphdrüsen. Wir finden dann ganzdieselben Drüsen im Processus vermiformis verhältnissmässig dicht gestellt,wir finden sie im ganzen Dickdarm zerstreut unter dem Namen derSolitärdrüsen, der Glandulae simpliecs majores oder, wie sie auch früherfälschlich genannt wurden, der Schleimfollikel. Wir finden endlich ähnlicheDrüsen spärlich im Magen; hier führen sie den Namen der Glandulaelenticulares. Wir finden dergleichen Drüsen in den Tonsillen, wir findensie auf einer Zone, die auf dem Grunde der Zunge quer von einer Ton-sille zur andern übergeht. Diese Gebilde sind sämmtlich periphere Lymph-drüsen. Wenn man aber diese Untersuchungen am Menschen anstellt, sofindet man, dass die Drüscnelemente nicht so deutlich in ihrer Form ge-trennt sind, wie dies bei den Peyer'schcn Drüsen und bei den solitärenDrüsen des Dünndarmes der Fall ist. Man kann auf den ersten Anblickim Zweifel sein, ob man es wirklich mit solchen peripherischen Lymph-drüsen zu thun habe. Wenn man aber dann die Tonsillen und den Grundder Zunge eines Schweines untersucht, so findet man hier die einzelnenElemente auf das schönste von einander getrennt, gerade so, wie mansie im Darme als solitärc Drüsen und Peyer'sche Drüsen gefunden. Esberuht dies darauf, dass beim Schweine das Bindegewebe der Organestark entwickelt ist, und dass in allen Theilcn die bindegewebigenScheiden, mit denen die Organe und Organtheile umgeben sind, voll-ständiger sind als beim Menschen. Man kann also nicht im Zweifel sein,dass auch beim Menschen diese Gebilde in den Tonsillen und am Grundeder Zunge, die sogenannten Balgdrüsen, peripherische Lymphdrüsen sind.Da aber die Masse mehr diffus verbreitet ist, weniger bestimmt in Drüsen-elemente gesammelt, so hat man für diese Art von Gewebe, für diesediffus verbreiteten Keimlager, einen eigenen Kamen erfunden, man be-zeichnet sie mit dem Namen der adenoiden Substanz. Dergleichenadenoide Substanz findet man auch noch an anderen Orten, z. B. an derBückwand des Rachens. Uebcrall wo diese sogenannte adenoide Substanzsich findet, kann man sagen, dass man es mit peripherischen Lymph-drüsen zu thun habe, mit Keimlagern, welche die Rolle von peripherischenLymphdrüsen spielen, und die nur nicht so gut, so vollständig getrennt sind,wie die peripherischen Lymphdrüsen im Darme.
Lymphkörpcrchen also, die man in Lymphgefässen findet, welchenoch keine Lymphdrüse passirt haben, können ihren Ursprung haben ausperipherischen Lymphdrüsen, wenn auch der Vegetationsprocess nichtimmer ein gleich lebhafter ist, und im Allgemeinen ein viel langsamererzu sein scheint, als in den intercalirten Lymphdrüsen, den grossenDrüsen, welche im Verlaufe der Lymphgefässo liegen; sie können aberauch noch einen andern Ursprung haben. Man hat beobachtet, dass manin manchen Lymphgefässen, welche sich im normalen Zustande äusserstarm an Lymphkörpcrchen erwiesen, eine grosse Menge von Lymph-körperchen findet, wenn in ihrem Quellgcbict ein Reizungs-, ein Entzün-dungszustand eintritt. Wir wissen, dass bei der Entzündung weisseBlutkörperchen durch die Wandungen der Blutgefässe auswandern. Diesemüssen also in die interstitielle Gewebsflüssigkeit hiueingelangen und