TMe Lymphdrüsen.
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Reife nähert. Sie liegen dabei zuletzt nicht mehr so gedrängt in einemStroma von Bindegewebe, sondern dieses wandelt sich in ein oigen-thümliches Gerüste um, das Sie sich in seiner Gestalt vorstellen können,wenn Sie sich denken, dass Sie die Zwischenräume eines Kugelhaufcnsmit Masse ausgössen, und wenn Sie sich dann die Kugeln herausgenommen,und an Stelle derselben die lymphoiden Zellen hineingelegt denken. Nurmüssen Sie sich dieses Gerüste selbst noch wieder hohl denken, Siemüssen sich denken, dass in die Substanz desselben noch sinuöse Gängehineingehen, so dass die Zellen wie von äusserlich mit einander ver-wachsenen Kapseln eingeschlossen sind; diese sind aber wiederum in ihrerSubstanz mehrfach durchbrochen, so dass sie zum grossen Theilo nurMaschenräume bilden, in denen die Zellen einlogirt sind. Von denGängen werden wir später mehr sprechen.
Aus dieser Substanz, die ich Ihnen hier beschrieben habe, ausZellen, aus einem Gerüste, in dem diese Zellen liegen, ferner aus denBlutgefässen, durch welche dieses Gerüst ernährt wird, besteht nun derHauptmasse nach die Marksubstanz. Diese Formation ist in Gestalt einesNetzwerks von vielfach mit einander verbundenen Balken angeordnet,und man nennt diese Balken (Fig. 27 s, z) wegen der grossen Menge vonZellen, welche sie enthalten, die Zellenbalken. Zwischen diesen Balkenmüssen natürlich Bäume bleiben, die ein Labyrinth von Gängen darstellen,und diese Bäume sind es, durch welche die Lymphe aus den Vasa in-ferentia in die Vasa efforentia hinüberflicsst und ausschliesslich hinüber-fliesst, wenn die oberflächlichen Lymphwege durch Contraetion der Muskel-fasern der Kapsel gesperrt sind; es sind die Lymphwege der Marksubstanz.Aber sie sind nicht völlig frei, sondern in denselben befinden sich ziemlichstarke Stränge von festerem Bindegewebe b b, die für sich auch eine For-mation von Balken bilden, und die man deshalb die Bindegewebsbalkennennt. Sie unterscheiden sich von den Zellcnbalken erstens dadurch, dasssie sehr viel dünner und meist abgeflacht sind, zweitens unterscheidensie sich durch ihre Armuth an feineren Blutgefässen: sie enthalten theilsgar keine Gefässe, theils ein einzelnes grösseres, das dann meist gegendie Corticalsubslanz hinzieht, um sich dort capillar zu verzweigen; endlichdrittens durch ihre Armuth an zelligen Elementen, indem sie nur solcheenthalten, wie sie unter dem Namen der Bindegewebskörperchen inallem Bindegewebe vorkommen. Biese Bindegewebsbalken sind mit denZellenbalken durch netzartiges Bindegewebe verbunden, welches seineFasern von Zcllenbalken zu Bindegewebsbalken, und von Bindegewebs-balken zu Zellenbalken hinüberspannt, und ein zierliches Netzwerk in dentiefen Lymphbahnen, wie es die Fig. 27 zeigt, bildet. (In Fig. 27 ist dieStrombahn der Lymphe ebenso wie die des Blutes überall schwarz ge-halten, und die Netze und ihre Fäden grenzen sich weiss in der schwarzenStrombahn ab.) Diese Architektur hat einen wesentlichen Nutzen für dieIntegrität der Lymphdrüsen; denn Sie sehen leicht ein, dass bei Stauungendiese von sehr weichen Wäuden umgebenen und unregelmässig gestaltetenLymphbahnen sackartige Ausdehnungen bekommen würden, wenn sienicht irgend welchen Halt in sich selbst hätten. Diesen Halt bekommensie eben dadurch, dass in ihrem Innern diese kleinen Stränge von netz--förmigem' Bindegewebe von einer "Wand zur andern hinübergehen.