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Der Anteil südamerikanischer Rinden am Hamburger Markt gehtwohl am besten aus der folgenden Zusammenstellung hervor, die auchzeigt, daß kolumbischo China, die früher als Maracaibo-, Sabanilla-,Cartagenasorte von Bedeutung war, zeitweilig gar nicht mehr zu unskommt. Hamburg empfing (Werte in Doppelzentner):
aus
1898
1899
1901
1902
1904
1905
1907
1908
Bolivien ...... 291
459
497
562
490
163
186
91
Ekuador .
159
125
42
125
32
131
409
282
Kolumbien
—
23
—
—
—
44
—
—
Chile . .
2
162
—
—
37
17
—
—
Peru . . .
106
77
34
44
271
534
112
29
Curacao .
—
—
—
18
—
—
—
—
Guatemala
17
19
Venezuela
59
23
36
11
138
151
185
382
Holland— Java
110
161
90
136
199
344
286
2046
Java (direkt) .
—
—
32
4
34
17
—
—
England—Indien
3196
2036
2577
2656
546
1031
262
55
Britisch Ind
ler
1
—
—
—.
—
87
28
181
70
Der niedrigste Durchschnittspreis für Rinden war in Hamburg1900 mit 71,8 M (pro 100 kg), der höchste 1905 mit 112,6 M. Der Preisdes eingeführten Chinins schwankte zwischen 20,18 M (1904) und 48 M(1901) pro kg. 1905 war der niedrigste Exportpreis für Chinin mit 13,7 Mpro 1 kg. Die Bewertung der einzelnen Rindensorten, besonders dersüdamerikanischen, ist großen Schwankungen unterworfen. Dio Grenz-zahlen der Preise für 100 kg waren folgende: Venezuela 67 M (1898) und101 M (1902), Bolivien 113 M (1902) und 285 M (1908), Ekuador 70—81 M,Peru 103 M (1905) und 345 M (1899), Kolumbien 84—129 M, Chile 146 M(1899) und 206 M (1905), London 59 M (1899) und 138 M (1908), Amsterdam73 M (1908) und 137 M (1905).
Chinarinden beziehen seewärts aus Hamburg: Rußland, Norwegen,Schweden, Italien, Spanien, Griechenland, die Türkei, aber auch Klein-asien, Brasilien, Argentinien, Aegypten. Doch handelt es sich nur umkleinere Posten; am meisten nimmt Frankreich (jährlich etwa 50 000 kg).
Der Export des in den rheinischen Fabriken dargestellten Chininsgeht nur zum kleinen Teile über Hamburg. Ein großer Teil geht rhein-abwärts über Holland, besonders nach den Vereinigten Staaten, demHauptkonsumenten der Welt an Chinin. Der Gesamtexport Deutsch-lands ist somit wesentlich höher. Dieser bezifferte sich in kg: 1901:195 400, 1902: 232 200, 1903: 197 000, 1904: 159 000, 1905: 140 400,1906: 178 200, 1907: 182 300, 1908: 171500, 1909: 166 900. Haupt-käufer des deutschen Chinins sind neben den Vereinigten Staaten, diojährlich im Mittel 50 000 kg beziehen, Rußland, Italien, Griechenland,die Türkei mit 20—30 000 kg, Kleinasien, Syrien, Aegypten mit7—10 000 kg im Mittel. Bemerkenswert ist noch, daß die südamerika-nischen Produktionsländer Chinin regelmäßig aus Deutschland beziehen,Chile 4—700 kg, Venezuela 5—900 kg, Peru 3—700 kg, Kolumbien undBolivien je 150—200 kg.
Cortex Cinnaraomi chinensis: Der Handel bezeichnet den chinesischenZimt als Cassia lignea; die Statistik faßt den chinesischen Zimt mit denKulturrinden von Niederländisch-Indion und einigen weniger gebrauch-