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Alkaloidhaltige Genußmittel.
lösung erhält. Einen Teil dieser Lösung entfärbt man mit Bleiessigientbleit, invertiert nach der Zollinversionsmethode (S. 301) und bestimmtden Invertzucker.
b) Polarimetrisch. 13.024 g Schokolade (= das halbe Normal-gewicht für den Polarisationsapparat Soleil- Ventzke oder den Halb-schattenapparat von Schmidt und Hänsch) — bei Benutzung einesanderen Apparates mit Zuckerskala ist das diesem Apparate entsprechendeHalbnormalgewicht zu nehmen — werden abgewogen, mit Alkohol an-gefeuchtet (zur Erleichterung der Benetzung mit Wasser), mit 30 ccmWasser Übergossen und 10—15 Min. auf dem Wasserbade erwärmt.Dann wird heiß in ein 110 ccm-Kölbchen filtriert (das Filtrat darf trübsein), und der Rückstand mit heißem Wasser nachgewaschen, bis dasFiltrat etwa 100 ccm beträgt.
Stärkehaltige Präparate dürfen nur in der Kälte bezw. nur mit höchsten»50° 0. warmem Wasser ausgezogen werden.
Nun setzt man zur Klärung 5 ccm Bleiessig zu, läßt 1 / i Stundestehen, gibt noch einige Tropfen Alaunlösung sowie feuchtes Tonerde-hydrat hinzu, füllt mit Wasser auf 110 ccm auf, schüttelt durch undfiltriert. Das klare Filtrat wird im 220 mm-Rohr polarisiert und dasResultat verdoppelt (weil Halbnormallösung vorlag). F. Rathge n(Wilds Zuckerskala!).
Um die bei vorstehender Methode durch Vernachlässigung desVolumens der Kakaomasse und des Bleiessigniederschlages bedingte 0Fehler zu umgehen, zieht R. Woy 2 das rechnerisch aus der Polarisationin zwei Verdünnungen ermittelte Volum des Niederschlages in Betracht-13.024 g geraspelter Schokolade werden in je einem 100 ccm-Kölbchenund einem 200 ccm-Kölbchen mit Alkohol befeuchtet, mit heißem Wasse(bei stärkehaltiger Schokolade nicht über 50° C.) Übergossen, kräftig f?fschüttelt und 4 ccm Bleiessig zugefügt. Nach dem Erkalten wird biszu den Marken aufgefüllt, geschüttelt und filtriert; die Filtrate polarisier 1man im 200 mm-Rohre.
Berechnung: Bezeichnet man mita = die Polarisation des Filtrates aus dem 100 ccm-Kölbchen,b = die Polarisation des Filtrates aus dem 200 ccm-Kölbchen,x = das in beiden Kölbchen gleiche Volumen des Niederschlages,so ist die im halben Normalgewichte enthaltene Zuckermenge im 100 ccm-Kölbc' 1gelöst in (100 - x) ccm, im 200 ccm-Kölbchen in (200 - x) ccm. Zu volle
a (100 - x) . , b (200 - x) , - a : pr eD-
100 ccm gelöst würde erstere — und letztere - polans"""
100 100 \
Beide Polarisationen müssen dann gleich sein, also a (100 — x) = 6(20" —
Vergl. S. 166. , e .
Beispiel. Die Polarisation im Soleil-Ventzke im 100 ccm-Kölbchen
trage 26.9°, im 200 ccm-Kölbchen 13.0°. Aus 26.9 (100 - x) = 13 (200 - >
ergibt sich 2690 - 26.9 x = 2600 - 13* oder 90 = 13.9 er oder x (das Von
des Niederschlages) = 6.47 ccm. Wir haben also 100 - 6.47 oder 93.53 ccm «
1 Ztschr. anal. Chem. 1888. 27, 444. — 2 Ztschr. «ff, ehem. 1898, 224-