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Alkaloidhaltige Genußmittel.
Teeblätter zunächst 6—24 Stdn. in kaltem, dann in lauwarmem Wasseraufgeweicht und auf einer Glasplatte behufs Prüfung mit einer Lup eausgebreitet. Um die Blätter durchsichtiger zu machen, legt man sie2 Tage in Chloralhydrat (3 : 1 Wasser). Zur Prüfung auf die Sklereideßkann man auch Blattpartien aus der Nähe der Nerven mit Kalilaug ekochen oder in Chloralhydrat aufhellen, zerquetschen und unter d enlMikroskope betrachten.
Das Teeblatt ist länglich lanzettlich oder verkehrt eiförmig, ?u 'gespitzt, mit gesägtem, schwach nach der Unterseite zu gerolltem Band e <lederartig, glänzend. Junge Blätter sind auf der Unterseite mit feine"Seidenhaaren überzogen. Die Blätter haben eine starke Hautrippe ml5—7 fast unter einem rechten Winkel abstehenden Nebenrippen, welcn enahe an den Blattrand gehen, dort aber in flachem Bogen miteinand everbunden sind.
Ein Querschnitt durch das Blatt zeigt, unter dem Mikroskope " etrachtet, oben wie unten Epidermiszellen und dazwischen aus Pallisau eund Schwammparenchym bestehendes Mesophyllgewebe, in welchem el fgestreut Gefällbündel, Kristalldrüsen von oxalsaurem Kalk undcharakteristischen Steinzellen, Idioblasten, liegen, große, stark verdickt -knorrig ästige Gebilde, welche das Blatt seiner ganzen Dicke nadurchsetzen. 1
Die Epidermis des Blattes besteht aus wellig konturierten Ze» e 'sowohl die obere wie die untere Epidermis trägt ziemlich lange, elzellige Haare (besonders bei jungen Blättern), welche an ihrer l? a "rechtwinklig abbiegen. Die untere Epidermis enthält zahlreiche Sp aÖffnungen.
Näheres über die Entwicklung der Teeblätter siehe bei: TschircnOesterle, Anatom. Atlas der Pharmakognosie u. Nahrungsmittelkunde, ke'P1893. — W. A. Tichomirow, Pharm. Ztg. f. Rußland 1890. 29, 449; Hüg eViertel)ahrsschr. 1890. 5, 444.
Beurteilung des Tees.
1. Fremde pflanzliche Beimengungen dürfen nicht vorhanden sdie Anwesenheit einzelner fremdartiger Bestandteile gibt natürlich keiAnlaß zu einer Beanstandung.
2. Der Wassergehalt des Tees beträgt 8—12%. () fld
3. Der Gehalt an Mineralbestandteilen soll nicht über 8 /„ ,nicht unter 3%, der Gehalt an in Salzsäure Unlöslichem nicht über ■ obetragen. Der in Wasser lösliche Teil der Asche muß mindestens
der Gesamtasche ausmachen. Q o/
4. Der wäßrige Extrakt des grünen Tees betrage mindestens & Wder des schwarzen Tees mindestens 24%, auf lufttrockne Substanrechnet; guter Tee enthält 30—40%. ^
5. Der Teingehalt des Tees soll mindestens 1.0% betragen,
1 Auch die Blätter der verwandten Kamelie enthalten derartige Steine
Ulli