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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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Tee.

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Dagegen sind Zusätze von Pflanzenölen, gerbsäurehaltigen

f/lanzenstoffen oder Auszügen aus denselben, von geringen Mengen

^°cbsalz und Alkalikarbonaten, sowie von koffeinhaltigen

flanzenstoffen oder Auszügen nicht zu beanstanden, sofern durch

etztere Zusätze nicht echter Kaffee vorgetäuscht werden soll.

Vergl. die von der freien Vereinigung bayr. Vertr. d. angew. Chemie auf-gestellten Grundsätze für die Beurteilung von -Kaffee und Kaffeesurrogaten,orschungsb. 1895. 2, 275; 1896. 3, 338. 351.

2. Tee. 1

Unter Tee versteht man die getrockneten Blätter des Teestrauches,,°ea chinensis L. (Ternstroemiacee). Dieser Strauch erreicht wildwachsendSj n e Höhe von 1012 m, kultiviert nur 12 m, er hat immergrünelatter, welche jährlich viermal geerntet werden, zuerst im Anfange desrühli ngSj dann in Zwischenräumen von 6 Wochen. Der Tee der erstenrn te ist der beste an Farbe und Geschmack. In Indien, auf Java undeylon wird vorzugsweise die groß- und dünnblättrige Varietät, TheaSinensis var assamica Simse, kultiviert, in China und Japan da-ngen die klein- und dünnblättrige Abart des echten Teestrauches.,. Die ausgewachsenen Blätter des indischen und Ceylontees sind 10ls 14 cm lang, 45 cm breit, die des chinesischen Tees 4.57 cmlan g und 23 cm breit.

, Die Blattknospe trägt die Bezeichnung Pecco (von Peh-hän = Milch-ar ) wegen der silberglänzenden Behaarung.

Teesorten; ihre Bereitung. Im Handel unterscheidet man grünenUnd schwarzen Tee.

d Zur Bereitung des grünen Tees werden die Blätter gleich nach

e » Einsammeln einige Minuten in erwärmten Pfannen umgerührt, dann

« den Händen gerollt, auf Hürden und schließlich unter fortwährender

wird egUng ^ Stark erhitzten Pfannen getrocknet; bei diesem Verfahren

das Chlorophyll nicht zerstört.T Z ur Herstellung des schwarzen Tees bleiben die Blätter eineni ag lle gen, werden dann durchgeknetet, bis sie welk geworden sind und,kaufen geschichtet, einige Tage der Gärung überlassen. Nun werdenerW 8 der 8 rune Tee weiter behandelt, nämlich erhitzt, gerollt, wiederph 11 Uud getrocknet. Durch das langsame Abwelken wird das Chloro-

yu zerstört, die Blätter infolgedessen braunschwarz.,,, A us den größeren, nicht verwendbaren Blättern, aus den Zweig-vo und Abfällen wird der Ziegeltee, Backsteintee, Lie-tea (Nameu °» seiner Form), Gunpowder, Schießpulvertee bereitet. Derselbe wirdter Zuhilfenahme von Gummi zu Würfeln gepreßt.

Tee V A , ußer <! auf S. 228 angegebenen Literatur siehe noch: K^W van Gorkon.,Pha rm K °^ ni ^l Museum. HaVrlen, 1897. - A. Schulte nn Hofe, Ber. deutsch.

*ött

---»u«u museum. iin.-inem ±o»i. Ynni

^es. 1901. 11, ii5 ; Tropenpflanzer, Aprilheft 1901.

ger i Nahrungsmittelchemie. 2. Aufl.

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