Kaffee, Kaffeesurrogate.
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c) Gemahlener, gerösteter Kaffee kann mit ausgelaugtem Kaffee(Kaffeesat/.), mit Abfallprodukten des Kaffees (Sakkakaffee), mit Surro-gaten sowie mit mineralischen Stoffen (Erde, Sand, Schwerspat, Ocker etc.)vermischt sein.
d) Kaffeesurrogate können in der Weise verfälscht sein, daß denbesseren Sorten (Zichorien-, Malzkaffee) minderwertigere Sorten beigemengtsi nd oder daß die Surrogate mit Wasser oder Mineral stoffen beschwert sind.
Untersuchung von Kaffee und Kaffeesurrogaten. 1
Probeentnahme: Die Probe muß den Durchschnitt der Ware dar-stellen; sie soll bei offen verkaufter Ware 250 g betragen und so ver-packt sein, daß sie weder Wasser verlieren noch aufnehmen kann. BeiVerpackung in kleineren Mengen (bei Surrogaten) ist mindestens einPäckchen mit unversehrter Umhüllung einzusenden.
1. Bestimmung des Wassergehaltes bezw. Trockenverlustes.a ) in ungebranntem Kaffee: 50 g ganze Bohnen werden im Wasser-tr ockenschranke einige Stunden getrocknet, ein abgewogener Teil dervorgetrockneten Probe dann verlustlos in einer Lintnerschen Mühlefein gemahlen und 3 Stunden im Wassertrockenschranke getrocknet;
b) in gebranntem Kaffee: 5 g fein gemahlener Kaffee werden ineinem verschließbaren Gefäße im Wassertrockenschranke 3 Stunden langgetrocknet;
c) in Kaffeepulver und Surrogaten. Wie bei b).
Ein geringer Verlust an flüchtigen Stoffen ist hier nicht zu vermeiden.
2. Bestimmung der Mineralbestandteile und des in Salzsäure(10 7o) Unlöslichen. Chlor; Kieselsäure. Nach bekannten Methoden.
3- Bestimmung des Fettes (Petrolätherextrakt). Extraktion!°n etwa 10 g gemahlenem Katfee (nach vorhergegangenem 2 stündigemTrocknen im Wassertrockenschranke) mit Petroläthpr. Nach Abdunstendes Petroläthers wird der Rückstand im Scheidetrichter mehrmals mit»armem Wasser ausgeschüttelt, nochmals mit Petroläther aufgenommen,Wtriert, der Äther verdunstet, der Rückstand getrocknet (Vorsicht,Ux ydation!) und gewogen. E. Späth. 2
4. Bestimmung der Stickstoffsubstanzen. Nach Kjeldahl in1 ~-2 g K atfee-
5- Bestimmung des Zuckers. 5 g gemahlener, getrockneter SubstanzWer <W mit Petroläther entfettet, dann mit 90- 95proz. Alkohol ausgezogen° e 5 alkoholische Auszug wird eingedunstet, der Rückstand mits WM sei^genommen, mit Bleiessig geklärt, das überschüssige Blei mit Ntnum-s *at oder -p^osphat entfernt, das Filtrat auf ein bestimmtes Volumen
Ph ' Vergl. Forschung*!,. 1894. 1, 411. - Schweiz. Wochenscta t Ghen, uAr« 189 )- 33-..^3 S (Schweiz- Veretab.) - W^to; ^f ^t ^
8 > 87. 149 (österr. Vereinb.).
2 Forschungsb. 1895. 2, 228.