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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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Alkaloidhaltige Genußmittel.

bohne ist lange Zeit nicht geglückt. Legt man nach H. Molisch 1 dünneSchnitte auf dem Objektträger in ein Tröpfchen konz. HCl, fügt nach 1 Minuteein Tröpfchen 3 proz. Goldchloridlösung hinzu und betrachtet nun bei schwacherVergrößerung,- so sieht man bald vom Bande der verdunstenden Flüssigkeit hermehr oder minder lange, gelbliche, meist büschelförmig ausstrahlende Nadeln voncharakteristischem Aussehen (wie man solche erhält, wenn man einen Koffein-kristall in HCl löst und dann Goldchlorid zugibt).

Der Keim besteht aus dünnwandigen, sehr zarten und regelmäßig gereihtenZellen, die Eiweiß und Fett enthalten.

Vergl. H. Molisch 1. c. T. F. Hanausek, Die Entwicklungsgeschichteder Frucht und des Samens von Coffea arabica L., Wien. Ders., Arch. Pharm-1894. 232, 539. C. Hartwich, Schweiz. Wochenschr. für Chem. u. Pharm.1896. 34, 473 (Coffea liberica). H. Trillion, Ztschr. Off. Chem. 1898. 4, 542(thränenförmige, kein Coffein enthaltende Bohnen). T. F. Hanausek, Ztschr-f. Unters, d. Nähr.- n. Genußm. 1899. 2, 545 (Kaffee Marron).

Kaffeesorten. Je nach Herkunft, nach Aussehen und Qualitätunterscheidet man im Handel etwa 40 Sorten Kaffee. Je geringer dasGewicht eines Deziliters, desto aromareicher und geschmackvoller ist dieKaffeesorte. Längeres Lagern verbessert die Qualität des Kaffees. Kenn-zeichen der Güte sind guter, reiner Geruch und Geschmack, gleicheFarbe und Größe (Egalität), das Nichtvorhandensein von dürren, zer-brochenen oder gar schwarzen (Stück-) Bohnen. Triage oder Brennwarenennt man eine aus schlechten, dürren, zerbrochenen, schwarzen Bohnenbestehende Ware, die manchmal auch noch mit Schalen und den beim Kehrender Lagerräume gesammelten Kaffeeresten vermischt ist. Havarierteroder marinierter Kaffee ist eine durch Seewasser beschädigte Ware.Handelssorten. 2 Nach den Ursprungsländern unterscheidet m 8

arabischen Kaffee (Mokka, die kleinsten Bohnen),

afrikanischen Kaffee (West- und Ost-Afrika),

indischen Kaffee (Java, Menado, Ceylon),

amerikanischen Kaffee, und zwar:

a) westindischen (Cuba, Jamaika, Domingo, Portoriko), .

b) mittelamerikanischen (Mexiko, Costarika, Guatemala, Nikaragua]'

c) südamerikanischen

a) Venezuela (Maracaibo), Ecuador, Surinam etc.,ß] Brasilien (Santos, Rio etc.).Im Jahre 1899/1900 kamen rund 895 Millionen Kilogramm Kaffee inWelthandel.

den

Zusammensetzung.

Der Wassergehalt des Rohkaffees ist von verschiedenen

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Einflüssen abhängig. Als solche sind zu nennen: Reifezustand,handlung bei der Ernte, Versendung, Lagerung, Havarie, künstlicheschwerung. Regelrechte Handelsware enthält 914°/ 0 Wasser.Vergl. B. Niederstadt, Forschungsb. 1897. 4, 141.

1891, 6*' H. Molisch, Grundriß einer Histochemie d. pflanzl. Genußm. Jona i jjj, Siehe auch Jaucher, Repert. de pharm. 1895, 341; Hilgers Viertelja hI ? hr .1895. 10, 535. 2 Nach den Vereinb. Siehe auch: Der Kaffee, D enKdes Kaiserl. Ges.-Amtes, 55.