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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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Branntweine und Liköre.

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Gesundheitsschädliche Metalle sollen Branntweine nicht enthalten^"pfer, auch Zink kann in Spuren vorhanden sein). J. Nessler undM. Barth fanden in 41 Sorten Kirschwasser 09 mg, in einem Falle18 mg Kupfer im Liter.

Der Fuselölgehalt der gewöhnlichen Trinkbranntweine betragen i«ht rnehr als 0.3 Vol -Proz. Die edleren Branntweinsorten besitzenhau fig einen höheren Fuselölgehalt.

Kirschen- und Zwetschenbranntweine enthalten Blausäure, imreien oder im gebundenen Zustande. Während Kirschbranntweine fasts tets freie Blausäure enthalten, findet sich diese bei Zwetschenbrannt weinennur selten.

Nach K. Amthor und J. Zink sind Kirschen- und Zwetschen-

Wasser mit Esterzahlen unter 8, mit einem Säuregehalt unter 0.01 als

|« Sprit gestreckt anzusehen. Verdünnungen dieser reinen Branntweine

n^t dem gleichen Volumen Wasser zeigen nach 15 Minuten eine mehr

0(I er weniger starke Trübung.

2 Über Untersuchung und Beurteilung von Kirschen- und

l8r tS i Chenbrallntweinen siell0: K - Wind isch, Ar,) - a - (U Kaiserl. Ues.-Amte

fty ^85 (Die Zusammensetzung des Kirschbranntweines); 1898. 14, 309

p le Zusammensetzung des Zwetscbenbranntweines); K. Amthor u. Jul. Zink,

rs ohungsb. 1897. 4, 362. (In diesen Arbeiten findet sich wohl die ganze ältere

l9< ? rat,,r -J A. Zega, Unters, von Trester- u. Zwetschenbrannt wein; Chem.-Ztg.

* 25, 793 (Verhalten destillierten Branntweins zu KMn0 4 ).

Kognak, Rum und Arrak, nach der allgemein verbreiteten An-

^nt als reines Destillat von Wein bezw. vergorener Zuckerrohr- oder

«smelasse aufzufassen, sind, frisch destilliert, farblos und werden in

Rhenen Fässern gelagert, damit sie durch Aufnahme von Extraktstoffen

^ Us dem Faßholze die beliebte goldgelbe bis bräunliche Farbe annehmen.

"f Kognak jüngeren Alters das Aussehen eines älteren Produktes zu

J> ebe n, um eine bessere Qualität vorzutäuschen, färbt man mit Karamel;

d m ferner jungem, mit Hilfe von fremdem Spiritus hergestelltem Kognak

etl spitzen, scharfen Geschmack zu nehmen, macht man einen geringen

ÄUc Wzüsatz.

Nach einer Resolution bayrischer Chemiker 1 ist ein Kognak, der

ehr als 0.8"/,, Zucker (Reduktionswert gegen Fehlingsche Lösung,

ß ls Invertzucker berechnet) enthält, alskünstlich versüßt" zu bezeichnen.

d . br ^erkauf von versüßtem Kognak soll je nach den betr. Kaufbe-

ngungen zu gestatten sein. >

Echter Kognak enthält keine künstlichen Farbstoffe (Couleur etc. ;

b ^ D estillationsprodukt kann derselbe nur wenig Rückstand und Mineral-

atandteile (Verschnitt mit Wasser!) geben. .

d.« a "' Zusatz von destilliertem Wasser zum Kognak zur Reduzierung« s Alkoholgehaltes ist zu gestatten; Produkte, deren Alkoholgehalt nichtaus ^ließlich dem Weine entstammt, sind alsVerschnitte", solche, die

«er. iuW. 12. Vers. bayr. VertTd. angew. Cbem. in Lindau, 1893, 37.