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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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Die Genußmittel.

rückstand des Branntweins mit Schwefelsäure genau neutralisiert (Tüpfelnauf violettem Lackmuspapier), und die neutrale Flüssigkeit mit einer5 proz. wäßrigen Lösung von Kadmiumchlorid versetzt. Bei Gegenwartvon größeren Mengen Pyridinbasen entsteht ein weißer Niederschlag-Nach Loock 1 können indessen auch pyridinfreie Branntweine mitKadmiumchlorid weiße Niederschläge geben. (Vereinb.)

Siehe auch: O. Schweissinger, Pharm. Ctrlh. 1890. 31, 141; Hilge rSVierteljahrsschr. 1890. 5, 75. Reskript d. Königl. Preuß. Finanzministerium 8vom 23. Oktober 1889; Ztschr. f. Spirit.-Ind. 1889. 12, 352; Hilgers Viertel-jahrsschr. 1890. 5, 77.

Über Renaturierung von denaturiertem Spiritus siehe weiter Look(l- 1 ''und H. Herzfeld, Ztschr. öff. Chem. 1898. 4, 389; letzterer empfiehlt, auf d«"Nachweis von Aceton zurückzugreifen, da dieser sich durch Destillation »i'' 1völlig abscheiden lasse. Aceton wird durch Jod bei Gegenwart von Alkalien i*Jodoform verwandelt. Versetzt man daher den zu prüfenden Branntwein W,Ammoniak, dann mit einer Lösung von Jod in Jodammonium, so entsteht " eGegenwart von Aceton ein Niederschlag von Jodoform. .

Vergl. L. Vignon, Compt. rend. 1890. 110, 534; Chem.-Ztg. 1890. 1*'Rep. 95. Ashby, Soc. of Publ. Analysts London. Chem.-Ztg. 1890. 14, l**'

b) Nachweis des Methylalkohols nach A. Riche u ndCh. Bardy 2 sowie K. Windisch. 3 Das Verfahren beruht auf & e *Tatsache, daß Dimethylanilin bei der Oxydation einen violetten FarbstoffMethylviolett, Diäthylanilin aber keinen ähnlichen Farbstoff gibt. IOccd»Branntwein bezw. bei gefärbten und extrakthaltigen Branntweinen 10 c oD jDestillat werden mit 15 g Jod und 2 g rotem Phosphor versetzt uodie alsbald unter heftiger Reaktion sich bildenden Alkyljodide aus d eWasserbade abdestilliert; als Vorlage dient ein kleiner Scheidetriebtmit 3040 cem Wasser. Die von dem Wasser getrennten Jodide wer" ein ein Kölbchen mit nicht zu weitem Halse gebracht, das man vornmit 6 cem frisch destilliertem Anilin beschickt hat. Beim Erwärmdes Gemisches im Wasserbade auf 5060° erstarrt das Ganze un 'Bildung von jodwasserstoffsaurem Dialkylanilin. Man fügt kochen* 1Wasser hinzu, kocht bis zum Klarwerden der Lösung, scheidet " ur ,Zusatz von Kalilauge die freie Base ab, bringt diese durch Wasserzusain den Hals des Kölbchens und läßt die gelbe ölige Flüssigkeit siklären. Zur Oxydation der Base dient eine Mischung von 2 g ^n -natrium, 3 g Kupfernitrat und 100 g Sand. Man verreibt diese Stogleichmäßig, trocknet das Gemisch bei 50° und zerdrückt von ne _°die zusammengebackenen Klümpchen. Man bringt 10 g des Oxydati 0gemisches in ein 2 cm weites Probierröhrchen, läßt 1 cem der v ° rgewonnenen öligen Base darauftropfen, mischt das Ganze mit eiGlasstabe gut durch und erhitzt 10 Stunden lang im Wasserbade90°. Dann zerreibt man den eine schwarze, zusammengebackene j ^bildenden Rohrinhalt in einer Porzellanschale, kocht ihn mit 10 yabsolutem Alkohol auf, filtriert durch ein Faltenfilter und löst

' Ztschr. üffentl. Chem. 1898. 4, 816. 2 Compt. rend. 1875. S 0 ',, 1 ^.'Monit. scientif. (3) 1875. 5, 627. 3 Arb. a. d. Kaiserl. Ges.-Amte 1893. »>