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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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Die Genußmittel.

säure über, das dem alten Hopfen den eigenartigen käsigen Geruch ver-leiht. Der Gehalt des Hopfens an Hopfenöl wird zu 0.20.8 °/ 0 an-gegeben.

Vergl. A. C. Chapmann, Journ. of the Fed. Ind. of Brewing 1898; Ztschr.f. (1. ges. Brauwesen 1898. 21, 339.

b) Die Hopfenbittersäuren, ebenfalls vorwiegend im Hopfen-mehle vorhanden. Im Hopfen sind mindestens zwei Bittersäuren zu unter-scheiden, welche bezüglich ihres chemischen Verhaltens große Überein-stimmuag zeigen, durch ihre physikalischen Eigenschaften, ihre Elementar-zusammensetzung und ihre Spaltungsprodukte sich jedoch als wesentlichverschiedene Körper erweisen.

Vergl. G. Barth u. J. C. Lintner, Zur Kenntnis der Lupulinsäure. Berl-Ber. 1898. 32, 2022. G. Barth, Chemische Studien über die Bitterstoffe desHopfens. Ztschr. f. d. ges. Brauwesen 1900. 23, 504. 554. 572. 594. (Hier auchdie frühere Literatur!)

c) Die Hopfen harze. Auch von diesen sind verschiedene zuunterscheiden. M. Hayduck 1 isolierte aus einem ätherischen Hopfen-auszuge zwei in Petroläther leicht lösliche Weichharze, von denen daseine durch Bleu ssig fällbar ist, ferner ein festes, sprödes Harz, das durchBleiessig nicht fällbar und in Petroläther unlöslich ist. Die beidenWeichharze allein geben dem Biere den gewünschten bitteren Geschmack;sie besitzen auch die wichtige Eigenschaft, Spaltpilzgärungen zu unter-drücken. Das vollständig geschmacklose Hartharz ist für das Bier wertlos.

d) Die Hopfengerbsäure, welche aus der Bierwürze einen Tender Eiweißstoffe fällt und auf das Bier konservierend einwirkt. DerGerbstoffgehalt des Hopfens schwankt zwischen 1.38 und 5.13"/ () .

Vergl. M. Hayduck, Über den Hopfengerbstoff. Wochenschr. f. Br. 1894.11, 409; Hilgers Vierteljahrsschr. 1894. 9, 261.

e ; Alkaloide. M. Greshoff ist der Ansicht, daß der Hopfen einflüchtiges Alkaloid enthalte, wogegen die Anwesenheit fester Alkaloidenicht erwiesen sei. Bislang hat man keines in reinem Zustande her-stellen und analysieren können.

Die Angaben über ein von W. Williamson als Hopein bezeichnetesAlkaloid waren nicht zutreffend. Vergl. E. Prior 1. c. 256.

P. Gries und G. Harrow 2 wiesen in Hopfenauszügen Oholin nach.A. Bungener 3 fand im Hopfen etwa 1 °/ n Asparagin.

Die Hopfen-Asche ist besonders reich an Kali (16.30 bis 51.60"/ ( Jund Phosphorsäure (9.2022.60°/ }. J. Brand 4 wies in der Asche derHopfenzapfen (auch der Blätter, Stiele und Zweige) Borsäure nach, dieauch in geringer Monge in das Bier übergehen kann.

Die Menge der in heißem Wasser löslichen Bestandteile desHopfens, auf Trockensubstanz berechnet, beträgt nach C. Krauch 31.62 / 0 -

1 Wochenschr. f. Hr. 1888. 5, 937; Eilgers Vierteljahrsschr. L888. 3, 421.- 2 Berl» Her. 1885. 18, 717. 3 Ztschr. f. d. ges. Brauw. 1885. 7, 267. -Das 1892. 14, 426.