Bier.
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3. Der Hopfen.
Unter „Hopfen" versteht man die unbefruchteten Fruchtzapfenl^opfenkätzchen, Hopfendolden) der kultivierten weiblichen Hopfenpflanze,"Umulus Lupulus L., einer Urticacee.
, r Hopfen gedeiht am besten in sonniger Lage auf warmem, mäßigfeuchtem,
Kalkhaltigem Lehmboden.
Der feinste Hopfen wird in Böhmen (Saaz, Auscha) geerntet; berühmt sindjTi '^ e bayrischen Hopfen aus der Gegend von Spalt und der Hollertau (Woln-c h), ferner die von Hersbruck, Altdorf und Bamberg. Auch in Posen, Württem-r £> Baden, im Elsaß und in Lothringen wird Hopfen gebaut.
Der Zusatz von Hopfen zum Bier geschieht aus folgenden Gründen: 11. Der Hopfen verleiht dem Biere einen ausgesprochenen bitterene schmack und ein bestimmtes Aroma.
2- Der Hopfen klärt die Würze, nicht nur durch Ausscheidung ge-isser Eiweißkörper, sondern auch auf mechanischem Wege beim leb-\v lochen der Hopfendolden in der Pfanne und durch Filtrieren derWürze über den Hopfen.
p. "■ Das Bier wird infolge der antiseptischen Eigenschaften einigerH °pfenbestandteile konserviert.
4- Der Hopfen unterstützt die Sterilisation der Würze.
, . Unter den chemischen Bestandteilen des Hopfens sind zu unter-
eiden die allgemeinen Pflanzenbestandteile (Stiekstoffsubstanzen, Fett,
^ckstofffreie Extraktstoffe, Cellulose, Asche) und die spezifischen, für
le Bierbereitung wirksamen Bestandteile des Hopfens, hauptsächlich das
opfenmehl, welches sich in Form von gelblichen Kügelchen an der
terseite der Brakteen befindet.
Das Hopfenmehl, auch Lupulin genannt, ist keine bestimmte che-»sehe Verbindung, sondern ein Drüsensekret, der Träger verschiedenerr °matischer und bitterer Hopfenbestandteile. Die Menge desselbenSCQ wankt zwischen 6 und 17%.
Die Zusammensetzung desselben ist: 2
Flucht.Öl
2.0
I lopfen-harz
55.030.0
Hopfen-bitter
10.39.2
Wachs
10.0
Gerb-säure
5.0
4.2
Sonstige
Stoffe
32.746.6
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v V heva lievNaoh Joes
V °n den spezifischen Bestandteilen des Hopfens sind zu erwähnen:
,, a ) Das Hopfenöl, ein bei der Destillation mit dem Wasserdampt^«gehendes aromatisches Öl, das vorwiegend in dem Hopfenmehl einenW if* UDd nach Personn; aus Valerol und einem f Wenwasserstofibeste °t. Beim Aufbewahren des Hopfens geht das erstere in Valenan-
, i Hrauwisseuschaf., 174. - * J. K8-nig
, ' Moritz
'• <'■ U, 831.
und Morris, Hand]
Rot
6er, Nahrungsmittelchemio. 2. Aufl.
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