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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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Essig.

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auf gegossene alkoholische Flüssigkeit, dasEssiggut" (610 proz. Alkoholmit 20°/ 0 fertigem Essig, oft mit Bier als Nährflüssigkeit) langsam in

e n mittleren Raum des Passes hinabtropft. Dieser Raum ist mit Buchen-Jmlzhobelspänen gefüllt, welche dazu dienen, die Flüssigkeit mit Luftm Berührung zu bringen, zugleich auch Nährmaterial für den Essigpilz. ern. I n diesem mittleren Teile des Fasses tritt die Luft durch in

n die Faßwand angebrachte, nach innen abwärts verlaufende Löcher;

11 dem oberen Siebboden befinden sich noch Glasröhren, welche der

u ft Austritt nach oben gestatten. Der fertige Essig fließt durch den

'weiten, im unteren Teile des Fasses befindlichen Siebboden ab. Ge-

wohnlicb muß der Essig einige Male zurückgegossen werden; eine voll-

s-ändige Oxydation des Alkohols ist jedoch nicht ratsam, da sonst der

S1 gpilz die Essigsäure weiter in Kohlensäure und Wasser zerlegt.

Den Betrieb stören können die Essigale (Anguillula aceti oder

Xv Phila) und die sog. Essigfliege (Drosophila funebris)., « E ss 'gale siehe die Monographie von Czernat, welche sich im Aus-

/, ge findet in: Pasteur, Der Essig, übersetzt von E. Borgmann; ferner

(! - Lintn

er, Deutsche Med. Ztg. 1890, 25.

Der Weinessig wird gewöhnlich in der Weise hergestellt, daßman ein F a ß etwa zu x / 3 mit heißem, starkem Essig füllt, nach etwaj"mt_ Tagen Wein zugibt und dies alle acht Tage wiederholt. Das Faßd ln seinem oberen Teile zwei Öffnungen, welche für die Luftzirkulationlenen. Der an der Oberfläche gebildete Essig sinkt vermöge seinesWal n s P ezifi schen Gewichtes zu Boden und bewirkt dadurch eine fort-^'mrende Zirkulation. Nach etwa vier Wochen kann man den erstenlgetl Essig ablassen und wieder Wein nachfüllen.

Holzessig wird durch trockene Destillation von Holz in guß-a S6rnen Retorten gewonnen. Das Destillat, welches viele Verunreini-gungen (Holzgeist, Aceton, brenzliche Öle) enthält, wird mit Soda neu-^alisiert, zur Trockne verdampft, der Rückstand auf 250° erhitzt,-»durch werden die organischen Beimengungen zerstört und essigsaures^tnum bleibt zurück, aus dem dann durch Destillation mit Schwefel-D ^ die Essigsäure abgeschieden wird. Diese wird durch nochmalige

8 ! lation über chromsaures Kali gereinigt.Mykol S n eh \ n0ch: Über ^ Essigsäuregärung bei F. Lafar, Technische- M T ^ 342; - feraM E " Ch. Hansen, Ber d. deutsch, bot. des. 11, 69.JahrsschTYs 1 ^ 8 ^ 6 ^'' An "- de nnst - PastSUr 1893 ' 7 ' 213; "

Jiber Tresteressig siehe J. Bersch, Industrieblätter 1886, 38.HiU P ; 6 ; Honi e 6S8i e= Colard, Rev. Internat, des falsific. 1893 94 7, 151,Anst J\T Iert9l J ahrs ^. 1894. 9, 425. - H. Kämmerer, Mitt. d. stadt. Unte.s,' ' m Nürnberg 1889. ,. , A ,

Über Ma lae8s ig: O. Hehner, Ztschr. f. Spiritus-Ind. 1891. M,,105.»nal Sr ^ ei « e -ig= H. Eckenroth, Pharm. Ztg. 1889 34 14; ZtschrChemfe, 1889 ' 88, 258. - C. Silva, Le staz. Sperim. Agrar Ital 26 89,>toi o? trl 7 b ' v 1894 - I, 247.-8. Steiner Chem. Ctrlbl. 1885 170. - K. Farn-

0r . Ztschr. f. Unters, d. Nähr.- u. Genuß.». 1899. 2, 198.