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Die Geuußmittel.
Chemische Untersuchung. Nachwpis fremder Farbstoffe. 1Keiner Safran gibt mit konz. H 2 S0 4 Blaufärbung. Den wäßrigen Safran-auszug prüft man folgendermaßen:
A) Safranauszug verändert, mit verdünnter HCl versetzt, dieFarbe nur wenig, auf Zusatz von KOH wird die Lösung goldgelb.
Die Lösung wird auf Zusatz von HCl entfärbt, Kalilauge stellt dieursprüngliche Farbe wieder her: Dinitrokresolkalium.
Durch Salzsäure entstehen gefärbte Niederschläge: Hexanitro-diphenylamin, Dinitronaphtolkalium.
B) Safranauszug mit Zink und HCl oder schwefliger Säure be-handelt, gibt ein farbloses Filtrat, das sich weder auf Zusatz von Aldehyd,noch bei längerem Stehen an der Luft wieder färbt.
Durch Reduktionsmittel entfärbte (Anilin-)Rosanilinfarbstoffeoxydieren sich nicht an der Luft zu gefärbten Verbindungen, wohl aberAzofarbstoffe.
Durch schweflige Säure entfärbte Rosanilinfarbstoffe werden aufZusatz von Aldehyd wieder rot.
C) Safranauszug mit Baryumhyperoxyd und Salzsäure behandehgibt eine farblose Lösung.
Sulfosäuren der Azofarbstoffe werden hierdurch nicht entfärbt.
D) Das Na-Salz des Sulfanilsäureazodiphenylamins wirddurch verdünnte HCl violett gefärbt; gegen konz. H 2 S0 4 verhält sichdieser Farbstoff wie reiner Safran.
Das Na-Salz des Xylidinsulfosäureazo-/9-naphtols gibt mitverdünnter HCl einen braunroten Niederschlag, durch konz. H,S0 4 wirddie Farbstofflösung kirschrot.
E) Corallin wird von Wasser nicht gelöst, Ammoniak löst es mi*karminroter Farbe; ein Zusatz von Säuren zu dieser Lösung bewirkteine gelbe Fällung, desgl. Zinnchlorür.
F) Pikrinsäure. HCl erzeugt keinen Niederschlag; mit Zn-Staubgekocht tritt Entfärbung ein; eine Probe der Lösung, mit KOH undKCN gekocht, wird purpurrot, desgl. mit alkalischer Zinnchlorürlösung-
Siehe noch: G. Possetto sowie Chicote (Noten S. 362). — Edw. Dow-z»rd, Pharm. Journ. 1898. |41, 443; Ztschr. f. Unters, d. Nähr.- u. Geiuilf'"-1899. 2, 522. — A. Alessi, Chem.-Ztg. 1894. 18, Kep. 132.
Für die Erkennung fremder Farbstoffe ist auch die Kapillaranalyse
nach F. Göppelsröder wertvoll. 2
Man behandelt den wäßrigen Safranauszug (5 g Safran werden mit 50 comWeisser [ohne Kochen] 24 Stdn. lang digeriert) mit wenig Alkali In der WTtrn> eund neutralisiert sodann; es scheidet sich das Crocetin, das durch Kalilauge «">dem Crocinfarbstoff des Safrans abgespalten wird, aus und die nur noch schwac«von etwas Crocetin gefärbte Lösung wird der Kapillaranalyse unterstellt.
Teer-
1 Vereinb. für das Deutsche Reich II, 67. — 2 F. Göppelsröder, ÜberKapillaranalyse etc. Wien 1889; R. Kavsrr, Her. üb. d. 10. Vers, bayr, Vertr.d. angew. Chem. 1891, 100; Bor. üb. d'. 13. Vers. 1894, 25.