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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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Gewürze.

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un d Beschweren durch Aufstreuen von Mineralstoffen (Gips, Schwer-spat, Kreide, Kochsalz, Amraonnitrat, Magnesiumsulfat, Borax 1 etc.);Bestreuen mit Mehl (Zurückhalten von Feuchtigkeit) 2 ;

Zusatz von dem Safran ähnlichen oder ähnlich gemachten Pflanzen-teilen (zerschnittenen Blüten des Granatbaumes, der Pfingstrose, Blütenv on Calendula officinalis (Feminell) und Carthamus tinctorius (Saflor),Wickenkeimlingen, Maisaarben, Schnittlauchwürzelchen etc.).

Im gepulverten Safran finden sich außerdem gefärbtes Mehl,Curcuma, Sandelholz etc.

Siehe auch: Heim, Ein Ersatzmittel für Safran (Tritonia aurea).Ztschr. f. Nahr.-Unters., Hyg. u. Warenk. 1896. 10, 103. ÜberSafran-essenz" siehe W. Fresenius u. L. Grünhut 1. c.

Mikroskopische Prüfung: Man betrachtet Proben in Paraffinöl(gleichmäßige Färbung der Fragmente), in konz. Schwefelsäure (blaueStrömchen des Safrans) und in Chloralhydrat; Betrachtung der mitWasser ausgezogenen Probe: langgestreckte, zartwandige Parenchyrnzellen,von Spiralgefäßbündeln durchsetzt. Die Zellen sind mit rotem Farbstofferfüllt, der in Wasser, Alkohol, Glyzerin, Alkalien löslich, in fetten°leu unlöslich ist und sich mit konz. H z S0 4 blau färbt. Die mehr qua-dratischen Zellen der Epidermis zeigen keine Streuung, die Pollenkörnersind glatt und kugelig, Stärke ist nicht vorhanden.

Altere Safrane halten oft beim Auswaschen mit Wasser den Farbstoff so£8n m den Gefäßen zurück, daß der Ungeübte diese für Harzgänge des Saflorshalten könnte.

R ingelblumenblätter (Calendula) haben längsgestreifte Epidermis-gellen, an der Basis der Zungenblättchen farblose, vielzellige Haare. DerFarbstoff wird mit Alkalien grün; der des Safrans bleibt gelb.

Im ganzen, in Wasser aufgeweichten Safran werden Ringelblumenblätterleicht erkannt.

Saflor behält bei der Behandlung mit Wasser seine karminroteDarbe, wird außerdem erkannt an den langgestreckten Oberhautzellenmit nicht selten welligen Umrißlinien, den braunen Harzsehläuehen undn dreiseitigen, mit Warzen besetzten Pollen.

Sandelholz fällt durch seine Farbe, seine Holzfasern, die gehottgetüpfelten Gefäßfragmente und großen Parenchyrnzellen auf.

Curcuma wird mikroskopisch leicht erkannt, ist außerdem durchdi e bekannte Reaktion des Farbstoffes im alkoholischen Auszuge nach-zuweisen.

Die Griffel der Safranblüte haben die gleichen Gewebe wie dieFarben, aber keinen roten Farbstoff.

Bezüglich anderer Fälschungsmittel siehe die unterLiteratur ' er-sten Lehrbücher.

1900 \ W - Fre *<»Ü» 8 " L. Grünhut, Ztschr. f. Unters, d. Nähr, u. öen^2°" l' 522 ' - 2 T. F. Hanausek, Ztschr. f. Nahr.-Unters., Hyg. u. Warenk.i»aj. e, 489