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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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Die Gemißmittel.

und den skierotisierten Zellen der Innenepidermis der Fruchtwand undden mit vielfach wulstig verbogenen Wänden versehenen Oberhautzellen(Gekrösezellen) der Samenschale. Paprika enthält nur sehr wenig klein-körnige Stärke.

Dem sog. Cayennepfeffer fehlen die unter der äußeren Oberhautliegenden Schichten verkorkter Zellen. 1

Curcuma, Nadel- und Laubholz wird leicht erkannt werden.

Siehe noch: C. Hartwich, Üb. d. Epidermis d. Samenschale von Capsicum.Pharm. Post 1894. 27, 609.

Chemische Zusammensetzung. Vergl. F. Stromer, Arch. f. Pharm.1884. 222, 710. Bela von Bittö, Landw. Versuchsst. 1893. 42, 369; 1896.46, 309. V. Vedrödi, Ztschr. f. Nahr.-Unters., Hyg. u. Warenk. 1893. 7,385; Hilgers Viertel)ahrsschr. 1893. 8, 373. G. Gregor, Ztschr. f. Unters,d. Nähr.- u. Genußm. 1900. 3, 460. W. C. R. Kynaston (Cayennepfeffer),Chem. Ctrlbl. 1900. 71(1), 828.

Beurteilung. Die Asche soll rein weiß sein und 6.6°/ 0 , derGehalt an in Salzsäure Unlöslichem 1 °/ n nicht übersteigen; vergl. hierzuG. Gregor 1. c. Der alkoholische Extrakt soll mindestens 25 °/ 0 betragen.

12. Pfeffer.

Unter schwarzem Pfeffer verstehen wir die getrocknete unreife,unter weißem Pfeffer die getrocknete reife, von dem äußeren Teileihrer Fruchtschale, dem Perikarp befreite Frucht von Piper nigrum L. 2Je schwerer, härter und dunkler die Körner, desto wertvoller sind sie;schlechte, leichte Ware schwimmt auf Wasser, gute sinkt unter; dergeringeren, leichten Sorte sind außerdem oft die Abfälle von der Her-stellung des weißen Pfeffers (Pfefferschalen, Sand etc.) beigemengt. SolcheSorten müssen vor dem Mahlen gesiebt werden.

Im deutschen Handel kommen vor: Malabar-, Tellichery-, Aleppi-, Singapore-,Penang- und Lampong-Pfeffer.

Verfälschungen des ganzen Pfeffers: Vor einigen Jahren wurdenaus Ton, Mehlteig etc. geformte, mit Ruß etc. gefärbte künstliche Pfeffer-körner in den Handel gebracht; in neuerer Zeit stellt man diese Pro-dukte unter Zuhilfenahme von Rückständen der Olivenölbereitung etc. her.

Vergl. A. Bert.schinger, Schweiz. Wochenschr. f. Chem. u. Pharm. 1901.39, 245; Ztschr. f. Unters, d. Nähr.- u. Genußm. 1901. 4, 782. Ober ge-fälschten weißen, ganzen Pfeffer siehe: B. Fischer u. C. Grünhagen, Jahresber.d. ehem. Unters.-Amtes Breslau 1899/1900, 35. J. Heckmann, Ztschr. f.Unters, d. Nähr.- u. Genußm. 1902. 5, 302.

Verfälschung des gemahlenen Pfeffers: Zusatz von Pfeffer-abfällen, Mehl von Cerealien und Leguminosen, gepulvertem Brot, Säge-

1 Siehe T. F. Hanausek, Zur Charakteristik des Cayennepfeffers. Ztschr.f. Nahr.-Unters., Hyg. u. Warenk. 1893. 7, 297. Gyulfl [stvanffi, Botan-Centralbl. 1893. 3, 468. 2 Weißer Pfeffer wird auch durch Schälen desschwarzen Pfeffers hergestellt und zwar auf nassem Wege durch Aufweichen derKörner in Meer-, Süß- oder Kalkwas'-'or und Abreiben der Schalen zwischen denHänden, oder auf trockenem Wege durch Abrollen mittels eigener Schälmaschinen.