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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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Gewürze.

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gestellte) oder als abgerebelte (nur aus den blattartigen Organen be-stehende, von den Stengeln und Zweigen größtenteils befreite) Wareoder als Pulver in den Handel kommt. Nach der Herkunft unter-scheidet man deutschen und französischen (nur abgerebelten) Majoran.

Majoran enthält 0.70.9°/ 0 ätherisches Öl. Der Aschengehalt istverschieden, je nachdem die Ware aus der ganzen Pflanze oder aus denBlättern hergestellt ist. Geschnittener Majoran soll höchstens 10°/ oAsche und 2 °/ 0 in HCl unlösliche Bestandteile, Blättermajoran höchstens15°/ 0 ~Asche und 2.5°/ 0 in Salzsäure unlösliche Bestandteile enthalten. 1

Vergl. G. Rupp, Ztschr. angew. Chemie 1892, 681. Ed. Späth,Porschungsber. 1896. 3, 128.

11. Paprika (Spanischer Pfeffer, Cajennepfeffer).

Die getrockneten, reifen Beerenfrüchte mehrerer in Ungarn kulti-vierter Capsicumarten, bes. Capsicum annuum L. und Caps, longumD- C. Als Cayennepfeffer kommen kleinfrüchtige Capsicumarten,Capsicum fastigiatum Bl., C. minium u. a. in den Handel.

Das gewöhnliche Paprikapulver wird aus den ganzen Früchtensamt dem Samen, häufig auch noch mit dem Kelche und Fruchtstiele,hergestellt, Rosenpaprika, die feinste, durch eine hellere Farbe undmilderen Geschmack ausgezeichnete Sorte soll nur aus dem Perikarp,nach Beseitigung der Samen und Samenträger, bereitet werden. 2

Die scharf schmeckende Substanz des Paprikas ist das von J.C.Tresh 3isolierte Capsaicin (C n H 14 0 2 ); dasselbe ist nicht in der ganzen Fruchtverteilt, sondern nur in den Drüsenflecken der Fruchtscheidewände ent-halten (A. Meyer 4 ).

Über den roten Farbstoff des spanischen Pfeffers siehe beiH - Molisch 1. c. 52.

Verfälschungen. Als solche wurden beobachtet: Mehle, Kleien,Gr ies, Sandelholz, Holz-, Curcuma-, Ölkuchenmehl, Ziegelmehl, Ocker,Mennige, Schwerspat (gefärbter), Chromrot 5 . Teerfarbstoffe(Sulfoazobenzol-0-Napbiol u. a.).

v ergl. Böla von Bitto, Chem.-Ztg. 1892. 16, 1836.

Mikroskopisch wird gemahlener Paprika erkannt an den teilsfreien, teils in den Parenchym- und verkorkten Collen chymzellen derFruchtwand eingeschlossenen orangegelben und roten Öltropfen, die durchkonz. H 2 S0 4 indigblau gefärbt werden; ferner an den Collenchymzellen

' Die Deutschen Vereinbarungen (II, 55) gestatten für fran: z ösis.0h,an,7'ttermajonm 17»/, Asche und B.8*/ 0 Sand! - * V. Vedrödi, Ztschr. f. Nähr.-

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rtÄ H W u - Warenk. 1898. 7, 385. - 3 Pharm . Journal and Transactions(1876) Nr. 815, 51; Nr. 326, 259; Nr. 337, 473; Nr. 376, 186 - J.MorbiU,Pharm. Ztschr. f. Rußland 1897; Hilgers Vierteljahrsschr 1897 12, 376 534 -f-Mieko, Ztschr. f. Unters, d. Nähr - u. Genußm. 1898. 1, 818; 1899. 2 411 -,,, h;l «"- Ztg. 1889, 130; vergl. Molisch 1. c. 53; ferner Th. Papst, Arch. f.iluinn. i 892 . 2 30, 108. - » Verri. H. Kral, Ztschr. f. Nahr.-Unters., Hyg. ...v '"""k. 1893. 7, 339: Chom.-Zte. 1893. 17, 105.