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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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Die Genußmittel.

getränkten, schwach getrockneten Papierstreifen durch kaltgesättigtewäßrige Borsäurelösung, so färbt sich derselbe rotbraun. Betupfen mitKOH gibt einen blauen Bing (bei (legenwart von Bombaymacis einenroten). Hilgers Vierteljahrsschr. 1891. 6, 38.

Beine Macis enthält höchstens 3 °L Asche und 1 °/ 0 in HCl un-lösliche Bestandteile.

Eine stattgefundene Entziehung von flüchtigem Öl und Fettist durch Bestimmung des flüchtigen und fetten Öles nachzuweisen.

Über den Nachweis von Zucker siehe beiZimt".

Siehe noch: F.Held, Zur chemischen Charakteristik des Samenmanteig derMyristicaarten, speziell der sog. Bombaymacis. Inang.-Diss. Erlangen 1893.K. Th. Hallström, Vergleichende anatom. Studien üb. d. Samen der Myristica-ceen u. ihre Arillen. Arch. f. Pharm. 1895. 233, 443. W. Busse, ÜberGewürze III. Macis. Arb. d. Kaiserl. Ges.-Amt. 1896. 12, 628.

9. Muskatnüsse.

Die Samen des Muskatnußbaumes, Myristica fragrans Houtt,und die weniger aromatischen sog. langen Muskatnüsse, die Samen derM. argentea Warbg. Dieselben kommen meist ungemahlen in denHandel, da sich nur minderwertige, verdorbene, insektenstichige Warezu Pulver verarbeiten läßt.

Um die Nüsse vor Insektenfraß zu schützen, werden dieselben ge-kalkt (in Seewasser und Kalkbrei getaucht und dann getrocknet).

Vergl. A. Tschirch, Schweiz. Wochenschr. f. Chem. u. Pharm. 1898. 36, 21.

Die echten Muskatnüsse enthalten 815"/o ätherisches Öl und imMittel ; i4°/ 0 Fett (Muskatbutter), das durch Auspressen der erwärmtenNüsse gewonnen wird; die langen Nüsse enthalten gleichviel Fett, aberweniger ätherisches Öl. Der Aschengehalt der Muskatnüsse beträgthöchstens 8°/ 0 mit 0.5% in HCl Unlöslichem.

Als Substitutionen der Muskatnüsse kommen künstliche Muskatnüssevor, die aus Leguminosenmehl, Bruchstücken von echten Muskatnüssen,Pulver von schlechten Nüssen, Ton etc. unter Zusatz von Muskatbutterhergestellt werden. l

Verdorbene sowie künstliche Nüsse sind durch Betrachtung der ge-reinigten Oberfläche und der Schnittfläche leicht zu erkennen.

Siehe noch: 0. Warburg, Die nutzbaren Muskatnüsse. Ber. d. pharm.des. 1892, 211. W. Busse, Über Gewürze!. II. Muskatnüsse. Arb. d. Kaiserl.Ues.-Amt. 1895. 11, 390. O. Warburg, Die Muskatnuß, ihre Geschichte,Botanik etc. Leipzig 1897; kurz referiert in Hilgers Vierteljahrsschr. 1897.12, 375.

10. Majoran.

Das getrocknete, blühende Kraut von Origanum Majorana L.,das als zerschnittene (aus allen oberirdischen Teilen der Pflanze her-

' 3. Vonderplanken, Ann. Pharm. 1900. 6, 1; Chem.-Ztg. 1900. 24,Eep. 81.P. Ranwez, Ann. Pharm. 1900. 6, 1 u. 139; Chem. Ztg. I90O. 24,Itep. 31 u. 1411.