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Die (renußmittel.
Der sog. gelbe Ingwer ist Curcuma, Gilbwurz, Jas Rhizom vonCurcuma longa L. (Zingiberaceae).
Siehe noch besonders: Joh. Buchwald, Ingwer. Arh. a. d. Kaiserl. Ges.-Amt.1899. 15, 229.
6. Koriander.
Die getrockneten Spaltfrüchte von Coriandrum sativum L. (Um-belliferae). Dieselben enthalten 0.1 —1.0 °/ 0 ätherisches Öl. Der Aschen-gehalt soll 7°/ 0 nicht überschreiten, der Sandgehalt nicht über 2°/„betragen.
7. Kümmel.
Die getrockneten Spaltfrüchte von Carum Carvi L. (Umbelliferae).
Da die Früchte sehr leicht in ihre zwei Teilfrüchtchen zerfallen,besteht die Handelsware gewöhnlich nur aus letzteren; diese sind ca. 5 mmlang, glatt, kahl, meist sichelförmig gebogen. Der Gehalt an ätherischemÖl beträgt 4—7%' der Aschengehalt betrage höchstens 8°/ 0 , der anin HCl Unlöslichem höchstens 2°/ 0 .
Unter Mutterkümmel, römischem Kümmel versteht man diegetrockneten reifen Spaltfrüchte von Cuminum cyminum L.
Siehe noch: B. Dyer und H. (lilbard, Üb. ausgezogenen Kümmel. TheAnal. 1896. 21, 245; Hilgers Vierteljahrsschr. 1896. 11, 501.
8. Macis (Muskatblüte).
Der getrocknete Samenmantel (arillus) der Muskatnuß, Myristioafragrans. Im deutschen Handel findet sich vorwiegend die von denBandainseln stammende Bandamacis. in neuerer Zeit unter dem NamenPapuamacis, Makassarmacis oder Macisschalen der wenigeraromatische Samenmantel von Myr. argentea.
Unter Bombaymacis odor wilder Macis versteht man den völliggesehmack- und geruchlosen Arillus von Myr. malabarica Lam.
Verfälschungen. Als solche sind anzuführen die Zusätze von Mehl,gemahlenem Zwieback, Curcuma, Zucker, gefärbten Olivenkernen, Muska-t-nußpulver und besonders der Zusatz des Pulvers der wilden Bombaymacis-
Mikroskopische Untersuchung. Gepulverte Macis ist charakteri-siert durch die gelblichen oder rötlichen Stückchen parenchymatischenGrundgewebes, dessen Zellen von in Fett eingebetteten, mit Jod si° nrotbraun bis violettrot färbenden Amylodextrinkörperchen erfüllt sin"-ferner durch die kugeligen, glänzenden Ölbehälter; es finden sich auchFragmente der Gefäßbündel, Epidermisteile, oft auch bräunlich gefärbteTeile der Samenschalenepidermis. Echte Stärke ist nicht vorhanden.
Im Pulver der Papuamacis, das sehr dunkel erscheint, treten dieholzigen Teile der Samenschale in größerer Menge auf.
Bombaymacis fällt auf durch die zahlreicheren großen Sekret-zellen, die mit einem gelben in Alkohol, Laugen und Säuren löslichenInhalte gefüllt sind, der durch Alkalien orangerot gefärbt wird.
Vergl. T. F. Hanausek, Bev. intern, fals. 1887. 1, 23; Hilgers Vieri'' 1jahrsschr. 1887. 2, 377.