-"^""''^
Gewürze.
853
unlöslich sein darf. Der Gehalt an Nelkenstielen darf 8—10°/ 0 nichtübersteigen; mit einem höheren Gehalt an Stielen geht ein niedererOlgehalt und meist ein höherer Gehalt an Aschenbestandteilen Hand inHand.
Zur Prüfung auf den Gehalt an Nelkenstielen vergleicht man dasPulver mit einer aus ausgesuchten reinen Nelken unter Zusatz von 10°/ 0Stielen hergestellten, gemahlenen Mischung.
Siehe noch: H. Röttger, Die Gewürznelken, ihre Verfälschung und Be-urteilung, ßer. üb. d. 11. Vers. d. fr. Vereinig, bayr. Vertr. d. angew. Ohera.ln Kegensburg 1892, 66. — Th. Waage, Caryophylli (extrah. Nelken, Kunst-nelken). Ber. d. pharm. Ges. 1893. 3, 157. — H. Krämer, Prüfung von Ge-würznelken. Apoth.-Ztg. 1894, 870. — Schimmel & Co., Bericht 1895. ÜberNelkenöl. — Notizbl. d. bot. Gartens etc. in Berlin 1897. 1, 275; Chem.-Ztg.1897. 21, Rep. 229 (Gewürznelkenbau auf Sansibar). — A. Mac Gill (Analysev - Nelkenproben), Analyst 1901. 26, 123; Ztschr. f. Unters, d. Nähr.- u. Genußm.19 01. 4, 783. —
5. Ingwer.
Die Wurzelstöcke, Rhizome von Zingiber officinale Roscoe.
Man unterscheidet den gewaschenen, abgebrühten und getrockneten,^geschälten, den vor dem Trocknen mehr oder weniger von deräußeren Korkschicht befreiten, geschälten, und den durch Chlor oderschweflige Säure gebleichten und dann gekalkten, gebleichten Ingwer. 1
Bei uns kommen vorwiegend in den Handel der halbgeschälte Bengal-Ingwerna der geschälte, gekalkte Jamaika-Ingwer.
Verfälschungen des Ingwerpulvers. Mehl, Curcuma, Mandelkleie,uvenkerne, extrahierter Ingwer.
Mikroskopie. Kennzeichnend sind die charakteristischen Stärke-körner, mit gelbem ätherischem Öl oder braunem Harz gefüllte Zellen,ßr uchstücke von Treppen- und Netzgefäßen.
Chemie. Lufttrockner Ingwer enthält 2—5°/ 0 » durchschnittlich* /o ätherisches ÖL 1 — Der Aschengehalt soll 8°/ 0 , der Gehalt an inSalzsäure Unlöslichem 3°/ 0 nicht übersteigen. Extrahierter Ingwer wirderkannt an erniedrigtem Gehalt an Gesamtasche und besonders an wasser-löslichen Aschenbestandteilen; echter Ingwer enthält meist 2—3 °/ 0wasserlöslicher Asche.
Ingwer-Analysen siebe.- E. H. Ga'ne, Pharm. Ztg. 1892. 37, 282. —*; G. Clayton, Anal. 1899. 24, 122. — A. H. Bennet, Pharm. Journ 1901.1*1- 12, 522. - Über extrahierten Ingwer siehe: Dyer u. ^ ilh * v ■!a ioa~«f 1893. 17, 838. - A. H. Allen und C. G. Moor, Anal. 1894 18, 1^4,Hl >gers Vierteljahrsschr. 1894. 9, 347.— Th. P. Blunt, Analyst 1896._ U, »«»■- Liverseege, Pharm. Journ. 1896. 57, 112; Bekurts J»]^ be * 18 '*' "'"• U8. _ E . J. Bevan, B. Dyer u. O. Hehner, Analyst 1899. 24, 169.
v . ' Ver-H. /,,«■>„■. f. Nah.-, Unl.-rs., Ilyjr. u. Warenk. 1892 7, 861; Hll.er.Vlerterjahragenr. 1892. 7, 278 (Ingwerkultur in Westindien). - A. «. Allen(Ingwer mit 8% Gips), Anal. 1894 19, 218; Hilgers V.erteljahrsschr 18949, 517. - 2 fJUrdi. Seaquiterpen des Ingwerö es «ehe H. r. SodenT [ W- Rojahn, Pharm.-Ztg 1900 45, 414; Ztochr. f. Unters d. Nah,.- andbe nußm. 1901. 4 511 —
' ' 23
Huttger, Nuliruugsmittelcheuiie. 2. Aufl.