Gewürze.
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geben oder unansehnlicher, durch Feuchtigkeit dunkel gewordener oder gebliebenerWare das bevorzugte grüne Aussehen wieder zu geben, sie vollwertig erscheinenzu lassen.
Ausgeführt wird die Färbung, indem der etwas angefeuchtete und wiederlufttrocken gewordene Fenchel mit dem betreffenden Farbstoffe durchgeschaufeltwird, event. unter Zusatz von etwas Fett.
Als Farbstoffe werden verwendet: Schüttgelb, ein durch Fällung mit Alaunund Kreide oder Barytsalzen gewonnener gelber Farbstoff der Gelbbeeren undQuerzitronrinde, Chromgelb; auch grüner Eisenocker ist nachgewiesen.
Vergl. A. Hilger, Chem.-Ztg. 1897. 21, 832. — Neumann-Wender,Ztschr. f. Nahr.-Unters., Hyg. u. Warenk. 1897. 11, 369; üsterr. Chem.-Ztg. 1899.2, 588. — Gg. Gregor, Österr. Chem.-Ztg. 1899. 2, 638.
Untersuchung und Beurteilung. Der Aschengehalt betragein max. 10°/ 0 > der an in Salzsäure Unlöslichem in max. 2.5 °/ 0 .
Zum Nachweise entölter Samen schüttelt man in einem Reagenz-glase 3 — 5 ccm Fenchel mit dem drei- bis vierfachen Volum 96proz.Alkohol und läßt kurze Zeit stehen. Extrahierte Samen färben sich,besonders auffallend in den Tälchen, dunkel bis schwarz; reine Samenbehalten ihre natürliche Farbe; außerdem ist der überstehende AlkoholJe nach der Größe der Beimischung extrahierter Ware stark grün bisblaßgrün gefärbt (von Chlorophyll).
Bei reinem Fenchelsamen erscheinen die Ölstriemen der Tälchenbei Betrachtung mit der Lupe schillernd, lichtbrechend, die Tälchen derextrahierten Samen sind schwarz. Die Rippen der extrahierten Samensind infolge der Behandlung mit Wasserdämpfen mehr oder weniger ver-schwommen.
Siehe ferner: A. Juekenaek und R. Sendtner, Zur Untersuchung undCharakteristik der Fenchelsamen dt« Handels. Ztschr. f. Unters, d. Nähr.- andGenußm. 1899. 2, 69 u. 329. —
Zum Nachweise von Schüttgelb und Chromgelb gibt Ver-fasser etwa 20 g des Fenchels in ein Becherglas von 200 ccm Inhalt,bedeckt dies mit einem Uhrglase, dreht das Becherglas um und schütteltkräftig. Der in dem Fenchel enthaltene Staub und der Farbstoff sammelnSich auf dem Uhrglase und dem umgebogenen Rande des Becherglascs.Man dreht das Becherglas langsam wieder in seine richtige Stellung,hebt das mit Staub bedeckte Uhrglas ab, sammelt den Staub, bringtAn in ein Reagenzrohr und übergießt mit etwa 1 ccm Eisessig. Manerhitzt bezw. kocht etwa l j 2 Minute und filtriert durch ein kleines Filterln ein zweites Reagenzrohr. Lag Chromgelb vor, so ist der Rückstandgelb gefärbt und anderweitig zu prüfen (Behandlung mit KOH, Über-^ttigen mit HCl und Prüfung auf Pb und Cr). - - Zu dem obigenNitrate gibt man ein oder zwei Tropfen konz. H 2 S0 4 . War Schüttgelbvorhanden, so ist der Quercetinfarbstoff in dem Eisessig gelöst und dief 'ast farblose Lösung gibt mit Schwefelsäure eine goldgelbe Färbung vonQuercetinschwefelsäure.
Zur Isolierung von Chromgelb kann man auch den ganzen Fenchel'">< warmer Salpetersäure behandeln, die Lösung eindampfen, mit kohlen-saurem Natron und Salpeter schmelzen etc.