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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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] >ie Genufimittel.

Im Handel finden sich hauptsächlich die sog. kleinen Kardamomenoder Malabar-Kardamomen von Elettaria Cardamomum Whiteund Maton, sowie die langen oder Ceylon-Kardamomen vonElettaria major Smith.

Die Früchte der Malabar-Kardamomen sind eirund oder länglich, stumpfdreikantig, 12 cm lang, strohgelb bis gelbbraun; jedes Fach ist fünfsamig.

Die Früchte der Ceylon-Kardamomen sind bis 4 ccm lang, ziemlich scharfdreikantig, länglich, oft sichelförmig gekrümmt, vielfach gestielt und von grau-brauner Farbe; jedes Fach ist vielsamig. Die Samen sind weniger aromatischwie die der Malabar-Kardamomen.

Als Verfälschungen des gepulverten Kardamomens kommen haupt-sächlich in Betracht Beimengungen von Fruchtschalen, die keinoder nur sehr wenig ätherisches Öl enthalten, ferner Beimengungen vonGetreide- oder Leguminosenmehlen, sowie von entöltem Samen-pulver. '

Fruchtschalenzusätze werden an dem großzelligen, schlaffen, farb-losen Parenchym mit eingeschlossenen gelben bis braunen Harzklumpenerkannt. Die Oberhaut der Fruchtschale des Ceylon-Kardamomen verrätsich auch durch einzellige, dickwandige Haare.

Malabar-Kardamomen enthalten 48, Ceylon-Kardamomen 46°/oätherisches Öl.

Der Maximalaschengehalt für Kardamomensamen wird in denDeutschen Vereinb. zu 10%, der Gehalt an in Salzsäure Unlöslichemin mav. zu 2.5 °/ 0 angegeben.

Siehe noch: A. Schad, Fntwicklungsgeschichtl. Unters, üb. d. Malabar-Kardamomen. Inaug.-Diss. Bern 1897. A. Tschirch, Über Kardamomen.

.Schweiz. Wochenschr. f. Chem. u. Pharm. 1897. 35, 481. W. Busse, Dbereine neue Kardainomenart aus Kamerun. Arb. d. Kaiserl. Ges.-Amt 1898. 14,139. R. C. Cowley u. J. P. Catford, Pharm. Journ. 1901 [4]. 13, 141.

3. Fenchel.

Die getrockneten reifen Spaltfrüchte von Foeniculum capillaceurn(f ilb. in zab (reichen Sorten von kultivierten wie auch von wildgewachsenenPflanzen. Die Früchte sind an der Oberfläche glatt und kahl, grü"oder bräunlich mit strohgelben Rippen. Der deutsche Fenchel ist 6 bis10 mm, der römische bis zu 12 mm, der galizische 45 mm, der mace-donische 68mm lang. Die besseren, von Fruchtstielen fast freienSorten heißen Kammfenchel, die geringeren, in denen reichlich Frucht-stiele vorhanden sind, Strohfenchel.

Fenchel enthält 36 °/ 0 ätherisches < iL

Die ganzen Fenchelfrüchte werden, wie überhaupt die g<'i nZ .?"Umbelliferen-Gewürzfrüchte, häufig mit von ihrem ätherischen Olebefreiten und dann oft noch künstlich aufgefärbten Früchten vermischt.

Die Färbung geschieht, um den durch Destillation vom ätherischen öle be-reiten, braun gewordenen, entwerteten Früchten wieder eine schöne Farbe '"

' Vergl. It. Niederstadt, Chem.-Zttr. 1897. 21, 881. - P- Soltsien,Pharm. Ztg. 1892, 878 (Beimischung von 5% Na,0O»),