Gewürze.
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Über die Zusammensetzung einiger Gewürze siehe: Th. Arnst undF. Hart, Ztschr. angew. Chem. 1893, 136. — A. L. Winton, A. W. Ogdenund W. L. Mitchell, 22. Annual Report of the Connecticut Agricultural Experim.Station for 1898. 2, 184 und 23. Ann. Rep. for 1899; Ztschr. f. Unters, d. Nahivu. Geuußm. 1899. 2, 939; 1900. 3, 555. —
Über Grenzzahlen für d. Aschengehalt siehe: A. Forster, Ztschr. öff.Chem. 1898. 4, 626; A. Rau, R. Kayser, das. 1899. 5, 22; ferner T. P. Ha-nausek, Chem.-Ztg. 1898. 22, 975; 1899. 23, 476; F. Dietze, Pharm. Ztg.1890. 43, 933. -
Spezielle Untersuchung einiger Gewürze
(in alphabetischer Anordnung).
1. Anis.
Die getrockneten Früchte von Pimpinella Anis um L., einerUmbellifere.
Die Handelsware ist mit Dolden stielchen und anderen Teilen derA-nispflanze mehr oder weniger, mit Staub, Erde, Ton etc. vielfach starkverunreinigt. Mehrmals ist eine Beimischung der giftigen Früchte desSchierlings (Conium maculatum L.) beobachtet worden. 1
Die Anisfrüchte sind graugrüne, behaarte, länglich-eiförmigeoder birnförmige, 3—5 mm lange Spaltfrüchte, die meist nicht in die"eilfrüchtchen zerfallen. Jedes Teilfrüchtchen hat fünf zarte Rippen,die etwas heller gefärbt sind, wie die vier flachen, Ölstriemen ent-haltenden Tälchen; auch in den Rippen finden sich Ölstriemen.
Die Coniumfrüchte sind breit eirund, 2—3 mm lang, braungrün,an der Oberfläche kahl, leicht in die Teilfrüchtchen zerfallend; die Teil-irüchte haben fünf wellenrandige oder gekerbte, scharf vorspringendehellbräunliche Rippen, zwischen denen sich die striemenlosen braun-grünen Tälchen befinden. 2 Die Früchte sind geruchlos und von widrigem( feschmacke.
Wenn man bei Anwesenheit größerer Mengen von Schierlingsfrüchtendie Probe mit Kalilauge befeuchtet, tritt der charakteristische Geruchn aeh Mäuseharn auf (Coniin).
Der Gehalt des Anis an ätherischem Öl beträgt 2—3°/ 0 ; derAschengehalt darf 10"/,,, der Gehalt an in Salzsäure Unlöslichem 2.5%"icht übersteigen.
2. Cardamomen.
Die Früchte verschiedener Pflanzen aus der Familie der Zingi-b eraceen; sämtliche stellen dreifächerige, mit zarten Scheidewänden ver-sehene Kapseln vor, in denen zahlreiche, in jedem Fache in zweiReihen geordnete, scharfkantige, kleine, von einem häutigen Samen-mantel umgebene Samen enthalten sind.
1 Pharm. Otrlh. 1886. 37, 650; 1887. 38, 308. - 2 A. Volkart, Schweiz.W '"henschr. f. Pharm, u. Chem. 1897, 314.