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Die Genußmittel.
wird der Extraktgehalt aus dem Gewichtsverluste des angewendetenGewürzpulvers berechnet.
Nach den Deutschen Vereinbarungen (II, 57) bringt man in eingewogenes Wägeglas, das unten und i:n Deckel mit je drei Öffnungenversehen und dessen Boden mit ausgewaschenem und ausgeglühtemAsbest belegt ist, etwa 5 g Gewürzpulver, trocknet bei 100° bis zurGewichtskonstanz, bringt das Glas mit dem Inhalt sodann in einenExtraktionsapparat (Fig. 1 S. 87) und zieht 10—12 Stdn. mit Alkoholoder Äther aus. Dann nimmt man das Glas aus dem Apparate undtrocknet wieder bei 100°. Die Differenz zwischen dem Gewichte dergetrockneten Substanz und dem Gewichte der extrahierten und wiedergetrockneten Substanz gibt den Alkohol- bezw. Äthergehalt.
Vergl. H. Böttger, Kritische Studien üb. die ehem. Unters, der Pfeffer-fmuht. Arch. f. Hyg. 1886. 4, 183.
5. Bestimmung der Holzfaser (nach Henneberg und Stoh-mann, sog. Weender-Verfahren; Modifikation von Fr. Holdefleiß 1 )-In den engen, konisch auslaufenden Hals eines birnenförmigen Gefäßesvon etwa 250 — 280 cem Inhalt bringt man ein Büschel ausgeglühten,langfaserigen Asbest, den man mit dem Munde fest in die Spitze an-saugt; in dieses Gefäß werden 3 g der lufttrocknen Substanz eingefülltund 200 cem einer kochenden Flüssigkeit darauf gegossen, die 50 cemeiner 5 proz. Schwefelsäure enthält; das Gefäß wird mit einem Tuchedicht umwickelt, um Wärmeausstrahlung zu verhindern und hieraufdurch ein Glasrohr, das bis auf den Boden geht, Dampf eingeleitet, derin einem Wasserdestillationskolben entwickelt wird. Nach genau ] / 2 Stundewird das Kochen (Einleiten von Dampf) unterbrochen und die kochend-heiße Flüssigkeit unter Zuhilfenahme einer gut wirkenden Luftpumpein das unter der Birne befindliche Gefäß abgesaugt. Diese Operationwird zweimal mit heißem- Wasser wiederholt; darauf wird mit 1.25 proz.Kalilauge gekocht und dann wieder mit heißem Wasser zweimal nach-gewaschen. Schließlich wird der Birnenrückstand zwei- bis dreimal mitAlkohol und Äther gewaschen und in der Birne getrocknet. Die trockneMasse bringt man dann in eine Platinschale, trocknet nochmals bei 100bis 105°, läßt erkalten und wägt. Hierauf wird geglüht, erkalten ge -lassen und wieder gewogen. Die Differenz (1. Wägung — 2. Wägung;ergibt das Gewicht der Holzfaser in 3 g.
So erhält man die aschefreie Holzfaser; will man die protein-freie Holzfaser kennen, so stellt man in gleicher Weise eine zweiteHolzfaser her, ermittelt in derselben den N-Gehalt nach Kjeldahl,multipliziert diesen mit 6.25 und bringt diese Menge in Abzug.
Fettreiche Substanzen müssen vorher größtenteils entfettet werden(Extrahieren mit heißem Alkohol in der Birne); stärkereiche Substanzenbehandelt man vor Anwendung der Säure mit Alkalien und Malzaufgu'J
1 L.-indw. Jahrb, 1877. Suppl.-Heft 103.