Gewürze.
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5. Eisenchloridlösung; verdünnte wäßrige Lösung gibt mit Gerbstoffblaue oder grüne Niederschläge.
6. Alkannatinktur; diese dient zum Färben von ätherischen Ölen undHarzen. Ätherische Öle und Harze sind in Alkohol schon in der Kälte löslich,die meisten fetten Öle, die auch von der Tinktur gefärbt werden, sind in Alkoholunlöslich.
Allgemeine chemische Methoden der Untersuchung'.
1. Wassergehalt. Derselbe ist meistens mit der Verflüchtigungätherischer Öle und sonstiger flüchtiger Stoffe verbunden, die genaueBestimmung desselben daher nicht möglich. Um annähernd den Wasser-gehalt kennen zu lernen, trocknet man 5 g Substanz 2 Stdn. bei 100°im Wassertrockenschrank (= Gewichtsverlust bei 100° C).
2. Asche und in Salzsäure (10°/ 0 ) Unlösliches (Sand, Ton etc.).5—-10 g der gut gemischten Ware werden in der Platinschale, anfangsbei möglichst kleiner Flamme, verbrannt.
Als orientierende Vorprüfung kann die bei Mehl besprochene Chlorofbrm-]>robe dienen.
Zur Bestimmung des in Salzsäure unlöslichen Teiles der Asche; wird
'liew mit lOproz. HCl eine Stunde bei 30—40° C. stehen gelassen; der
verbleibende Rückstand wird abfiltriert, gewaschen, geglüht und gewogen. 1
Einzelne Bestandteile der Asche werden nach bekannten Methoden
bestimmt. Berechnung auf lufttrockne Substanz. (Vergl. 1.)
3. Ätherisches Öl. Ca. 10 g Gewürz werden in einen Kolben (von°a. 250 cem Inhalt) gewogen, dessen Stopfen doppelt durchbohrt ist;durch die eine Öffnung des Stopfens geht ein mit einem Wasser-destillationskolben in Verbindung stehendes, bis auf den Boden des dieSubstanz enthaltenden Kölbchens gehendes, gebogenes Glasrohr; die andereÖffnung enthält ein im Winkel von etwa 130° gebogenes Glasrohr, dasm it einem kleinen, fast senkrecht stehenden Liebigschen Kühler ver-bunden ist. Zu der Substanz in dem Kölbchen gibt man etwa lOccmWasser, läßt (vielleicht über Nacht) aufquellen und leitet nun so langeWasserdampf durch, als noch ätherisches Öl übergeht. Das Destillatübersättigt man mit Kochsalz, gibt in einen Schütteltrichter und schütteltviermal mit Äther aus; den Äther laut man an der Luft verdunsten undtrocknet das Öl im evakuierten Exsikkator über Schwefelsäure bei 15" C.
Siehe auch: Th. Arnst und F. Hart, Ztschr. augew. Chem. 1893 136. —W. Lenz, Ztschr. anal. Chem. 1894. 33, 193. - K.Mann, Über quant. Best,ather. (>l e i„ Gewürzen. Inaug.-Diss. Würzburg 1900.
4. Alkohol- bezw. Ätherextrakt. Die Extraktbestimmung nachd er sog. direkten Methode (Wägung des Extraktes) ist nicht anwendbar, dabeim Trocknen desselben Verluste an ätherischem Öl etc. entstehen. Daher
. ' Die Bestimmung der Asche und des in HCl unlöslichen Anteils der Asches ""l in jedem Gewürze vorzunehmen, die übrigen Bestimmungen je nach demAusfall der mikroskopischen Prüfung etc.