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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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Zuckerwaren, Konditorwaren.

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2. Prüfung auf Mineralfarben, gesundheitsschädliche Metalle.

Man zerstört die organische Substanz mit Kaliumchlorat und Salzsäure,oder mit konz. Schwefelsäure oder mit rauchender Salpetersäure undverfährt nach den Eegeln der Mineralanalyse. Vergl. beiMehl".

Für die Untersuchung von Zuckerwaren auf Arsen und Zinn istfolgendes Verfahren maßgebend (Bekanntmachung des Reichskanzlers vom10. April 1888):

Verfahren zur Feststellung des Vorhandenseins von Arsen undZinn in gefärbten Nahrungs- und Genußmitteln.

I. Feste Körper.

1. Bei festen Nahrungs- und Genußmitteln, welche in der Masse gefärbtsind, werden 20 g in Arbeit genommen, bei oberflächlich gefärbten wird die Farbeabgeschabt und ist so viel des Abschabsels in Arbeit zu nehmen, als einer Mengevon 20 g des Nahrungs- oder Genußmittels entspricht. Nur wenn solche Mengennicht verfügbar gemacht werden können, darf die Prüfung auch in geringerenMengen vorgenommen werden.

2. Die Probe ist durch Reiben oder sonst in geeigneter Weise fein zu zer-teilen und in einer Schale aus echtem Porzellan mit einer zu messenden Menge'einer Salzsäure von 1.10 1.12 spez. Gew. und soviel destilliertem Wasser zu^ersetzen, daß das Verhältnis der Salzsäure zum Wasser etwa wie 1 : 8 ist. Inder Regel werden 25 CCm Salzsäure und 75 ccm Wasser dem Zwecke entsprechen.

Man setzt nun 0.5g chlorsaures Kalium zu, bringt die Schale auf ein«asserbad und fügt sobald ihr Inhalt die Temperatur des Wasserbades an-genommen hat, von 5 zu 5 Minuten weitere kleine Mengen von chlorsaurem~*h zu, bis die Flüssigkeit hellgelb, gleichförmig und dünnflüssig geworden ist.

n der Regel wird ein Zusatz von im ganzen 2 g des Salzes dem Zwecke ent-SP^chen. Das verdampfende Wasser ist dabei von Zeit zu Zeit zu ersetzen.Wenn man den genannten Punkt erreicht hat, so fügt man nochmals 0.5 g chlor-saures |( ;i ]j |jj nzu , m( i nimmt r \\ e Schale alsdann von dem Wasserbade. Nachv "llig lri Erkalten bringt man ihren Inhalt auf ein Filter, läßt die Flüssigkeit ineine Kochflasche von etwa 400 ccm völlig ablaufen und erhitzt sie auf dem Wasser-j> a 'le, bis der Geruch nach Chlor nahezu verschwunden ist. Das Filter samt deinRückstände, welcher sich in der Regel zeigt, wäscht man mit heißem Wasser gutaus, verdampft das Waschwasser im Wasserbade bis auf etwa 50 ccm und ver-ewigt diese Flüssigkeit samt, einem etwa darin entstandenen Niederschlage mit|'' ln Hauptflltrate. Man beachte, daß die Gesamtmenge der Flüssigkeit mindestens

ls Sechsfache der angewendeten Salzsäure betragen muß.

Wenn z. B. 25 ccm Salzsäure verwendet wurden, so muß das mit dem Wasch-Wasser vereinigte Filtrat mindestens 150, besser 200 bis 250 ccm betragen.

8. Man leitet nun durch die auf 6080° 0. erwärmte und auf dieser Tem-peratur erhaltene Flüssigkeit 3 Stunden lang einen langsamen Strom von reinem,gewaschenem Schwefelwasserstoffgas, läßt hierauf die Flüssigkeit unter fortwähren-dem Einleiten des Gases erkalten und stellt die dieselbe enthaltende Kochflasche,mit Filtrierpapier leicht bedeckt, mindestens 12 Stdn. an einen mäßig warmen Ort.4 - Ist ein Niederschlag entstanden, so ist derselbe auf ein Filter zu bringen,"" Schwefelwasserstoff balligem Wasser auszuwaschen und dann in noch feuchtem^istande mit mäßig gelbem Schwefelammonium zu behandeln, welches vorher mit=as ammoniakaliseliem Wasser verdünnt worden ist, In der Kegel werden 4 ccm^ehwefelammonium, 2 ccm Ammoniakflüssigkeit von etwa 0.96 spez. Gewicht und*° ccm Wasser dem Zwecke entsprechen. Den bei der Behandlung mit Schwefel-"»nonium verbleibenden Bückstand wäscht man mit schwefelammoniumhaltigemasser aus und verdampft das Filtrat und das Waschwasser in einem tiefen

Orz ellanschälcbon von etwa fi ein Durchmesser bei gelinder Wärme bis zur

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8er, Nahrungsmiltelchemie. 2. Aufl.

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