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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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Pflanzliche Nahrungsmittel.

Trockne. Das nach der Verdampfung Zurückbleibende übergießt man, unter Be-deckung der Schale mit einein Uhrglase, mit etwa 3 ccm roter, rauchender Sal-petersäure und dampft dieselbe bei gelinder Wärme behutsam ab. Erhält manhierbei einen im feuchten Zustande gelb erscheinenden Rückstand, so schreitetman zu der sogleich zu beschreibenden Behandlung. Ist der Rückstand dagegendunkel, so muß er von neuem so lange der Einwirkung von roter, rauchenderSalpetersäure ausgesetzt werden, bis er im feuchten Zustande gelb erscheint.

5. Man versetzt den noch feuchten Rückstand mit fein zerriebenem, kohlen-saurem Natrium, bis die Masse stark alkalisch reagiert, fügt 2 g eines Gemischesvon 3 Teilen kohlensaurem mit 1 Teil salpetersaurem Natrium hinzu und mischtunter Zusatz von etwas Wasser, so daß eine gleichartige breiige Masse entsteht.Die Masse wird in dem Schälchen getrocknet und vorsichtig bis zum Sinternoder beginnenden Schmelzen erhitzt. Eine weitergehende Steigerung der Tem-peratur ist zu vermeiden. Man erhält so eine farblose oder weiße Masse. Solltedies ausnahmsweise nicht der Fall sein, so fügt' man noch etwas salpetersauresNatrium hinzu, bis der Zweck erreicht ist.'

6. Die Schmelze weicht man in gelinder Wärme mit Wasser auf und filtriertdurch ein nasses Filter. Ist Zinn zugegen, so befindet sich dieses nun in 1Rückstande auf dem Filter in Gestalt weißen Zinnoxyds, während das Arsenals arsensaures Natrium im Filtrate enthalten ist. Wenn ein Rückstand auf demFilter verblieben ist, so muß berücksichtigt werden, daß auch in das Filtratkleine Mengen von Zinn übergegangen sein können. Man wäscht den Rückstandeinmal mit kaltein Wasser, dann dreimal mit einer Mischung von gleichen Teile' 1Wasser und Alkohol aus, dampft die Waschflüssigkeit so weit ein, daß das nwdieser vereinigte Filtrat etwa 10 ccm beträgt und fügt verdünnte Salpetersäuretropfenweise hinzu, bis die Flüssigkeit eben sauer reagiert. Sollte hierbei eingeringer Niederschlag von Zinnoxydhydrat entstehen, so filtriert man denselbenab und wäscht ihn, wie oben angegeben, aus. Wegen der weiteren Behandlungzum Nachweise des Zinns vergleiche Nr. 10.

7. Zum Nachweise des Arsens wird dasselbe zunächst in arsenmolybdän-saures Ammonium übergeführt. Zu diesem Zwecke vermischt man die nachobiger Vorschrift mit Salpetersäure angesäuerte, durch Erwärmen von Kohlensii"'' 0und salpetriger Säure befreite, darauf wieder abgekühlte, klare (nötigent> lllsfiltrierte) Lösung, welche etwa 15 ccm betragen wird, in einem Kochfläschchenmit etwa gleichem Kaumteile einer Auflösung von molybdänsaurem Ammoniumin Salpetersäure- und läßt zunächst 3 Stunden ohne Erwärmen stellen. Enthielt*nämlich die Flüssigkeit infolge mangelhaften Auswaschen des Schwefelwasserstoft-niedorschlagos etwas Phosphorsäure, so würde sich diese als phosphormolybdän-saures Ammonium abscheiden, während hei richtiger Ausführung der Operationenein Niederschlag nicht entsteht.

8. Die klare, bezw. filtrierte Flüssigkeit erwärmt man auf dem Wasserbade^bis sie etwa 5 Minuten lang die Temperatur des Wasserbades angenommen hal-lst Arsen vorhanden, so entsteht ein gelber Niederschlaf,' von arsenmolybdärisauiemAmmonium, neben welchem sich meist auch weiße Molybdänsäuro ausscheidet'Man gießt die Flüssigkeit nach einstündigein Stehen durch ein Filterchen vondem der Hauptsache nach in der Ideinen Kochflasche verbleibenden Niederschlag*

' Sollte die Schmelze trotzdem schwarz bleiben, so rührt dies in der Reg*von einer geringen Menge Kupfer her, da Schwefelkupfer in Schwefelammonrumnicht ganz unlöslich ist. ^ D; e on en bezeichnete Flüssigkeit wird erhalte' 1 !indem man I Teil Molybdänsäure in 4 Teilen Ammoniak von etwa 0.96 SP*Gew. löst und die Lösung in 15 Teile Salpetersäure von 1.2 spez. Gew. "'"''Man läßt die Flüssigkeit dann einige Tage in mäßiger Wärme stehen und »*sie, wenn nötig, klar ab. 3 Ain sichersten ist es, d.'is Erhitzen SO langezusetzen, bis sich Molybdänsäure auszuscheiden beginnt.

fort-