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Pflanzliche Nahrungsmittel.
Siehe die Vereinb. f. das Deutsche Reich II, 99; ferner A. Stift, Ztschr.f. Nahr.-Unters., Hyg. u. Warenk. 1894. 8, 342. 353; F. Stromer u. A. Stift,das. 1897. 11, 38. 49. 65. 106, sowie d. „Konditorwaren" im Cod. aliment. austriacus,Ztschr. für Nähr-Unters., Hyg. u. Warenk. 1897. 11, 81, referiert in HilgersVierteljahrsschr. 1894. 9, 522 und 1897. 12, 215.
Chemische Untersuchung der Zuckerwaren.
Es ist unmöglich, ein allgemein anwendbares Verfahren zur Unter-suchung dieser Waren vorzuschlagen; hier müssen von Fall zu Fall ge-eignete Methoden gewählt werden.
Haben die bei der Herstellung verwendeten Zuckerarten keine Ver-änderung erlitten, so können dieselben nach den allgemein gültigenMethoden bestimmt werden. Handelt es sich jedoch um „bis zum Bruch"gekochte, überhitzte Zuckermassen, dann läßt sich nicht einmal derZuckergehalt der Ware mehr richtig ermitteln. Zu berücksichtigen istferner, daß bei Zuckerwaren, welche Zusätze von Säuren, Fruchtsäften etc.erhalten haben, ein Teil des Kohrzuckers invertiert ist. Endlich wirddie Untersuchung durch Zusätze von Stärke, Dextrin, Traganth, pflanz-lichen Stoffen etc. sehr erschwert.
Bei der Prüfung von Zuckerwaren ist in erster Linie Rücksichtzu nehmen auf:
1. Zusätze von mineralischen Stoffen (Schwerspat 1 , Gips*Kreide, Sand, Infusorienerde);
2. Farbstoffe zum äußeren Bemalen, zum Färben der Masse 1Bdem Umhüllungsmaterial; 2
3. gesundheitsschädliche Metalle (Blei und Zink aus Gelatineoder Leim; Kupfer aus den Geräten, Blei aus dem als Treibomittel Ver-wendung findenden Ammonkarbonat; unechtes Blattgold 3 , bleihaltig eZinnfolie, Bronce etc.);
4. Ersatz des Zuckers durch künstliche Süßstoffe, des Honigsdurch Stärkesirup (Honigkuchen);
5. Verwendung gesundheitsschädlicher Aromastoffe (Nitro-benzol statt Bittermandelöl).
6. Auch verdorbene, verschimmelte etc. Waren werden be-obachtet. 4
1. Bestimmung der Mineralstoffe. Der Aschengehalt wird in be-kannter Weise bestimmt; in der Asche wird auf Gips, Schwerspat etc.event. auch auf gesundheitsschädliche Metalle geprüft.
1 Kabrhel und Strnad, Arch. f. Hyg. 1895. 25, 321; H. Kräl, Chem--Ztg. 1893. 17, 1567 (Ätzkalk als Bestreuungspulver für Kanditen). — 2 Ne 11 'rnann-Wender, Ztschr. f. Nalmmgsin.-Unters., Hygiene etc. 1896. 10, - 1 'J. Heckmann, Chsm.-Ztgf. 1896. 20, 362 (Chromgelb, Zinnober); H. BekurWund G. Frerichs, Apoth.-Ztg. 1897. 12, 176 (Zinkoxyd enthaltender Zuckerguß— 3 H. Kämmerer, Ber. üb. d. 7. Vers. bayr. Vertr. d. angew. Chem. in Spei 6 '1888, 128. — * H. Stockmeier, Ber. üb. d. 9. Vers. bayr. Chem. in Erlangen1890, 31 (Mottenraupen in Lebkuchen).