Zucker.
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die Bezeichnung „Kartoffelzucker, Kartoffelsirup", seltener ,.Trauben-zucker" (Dextrose 1 ). In Amerika und England ist die Maisstärke dasRohmaterial für die Stärkezuckerfabrikation.
Die Umwandlung von Stärke in Traubenzucker (durch Erhitzen mitSchwefelsäure) wurde zuerst 1811 von Kirchhoff in Petersburg be-obachtet. 2
Darstellung des festen Stärkezuckers.
Mit Wasser angertthrte Kartoffelstärke (2 T. lufttrockne, grüne Stärke und1-4 T. Wasser) wird in kochende, verdünnte (1 — 3 proz.) Schwefelsäure (auch Salz-saure) langsam eingetragen; die Mischung darf nicht aus dem Sieden kommen.Gekocht wird so lange, bis zunächst Jodlösung keine Färbung, dann Alkohol-suaatz (2 Vol. absol. Alk.) keine Dextrinfällung mehr gibt.
Hierauf wird die Schwefelsäure mit goschlemmter Kreide, unter ErwärmenQeutralisiert (Prüfung mit Lackmus); nach 24 Stdn. wird von dem gebildeten, nunabgesetzten (ups mittels Heuer etc. abgezogen, der Schlamm auf Siebböden mit»»asser ausgewaschen oder mit Filterpressen ausgepreßt und ausgelaugt.
Die so gewonnene, gelb bis braun gefärbte und unangenehm riechende und•■^limeekende Zuckerlösung wird durch Eindampfen konzentriert und dann überKnochenkohle filtriert.
Der nitrierte Dünnsaft mit 12 —15° Be (21—27°/ 0 Trockensubstanz) wird inoffenen Pfannen weiter auf etwa 32° Be (58° Brix) eingeengt, von dem hierbei'"^geschiedenen Gips getrennt und nochmals über Kohle filtriert. Das Filtrat""''! in Vakuumapparaten auf 40—45° Be, bei 60—70° C, gewogen (75—86°^ r 'x), konzentriert und dann in eiserne Kühlpfannen abgelassen, in denen dielasse unter Durchrühren erkaltet. Die abgekühlte Masse wird endlich in Kistenon 25—50 kg Inhalt gefüllt, in welchen sie erstarrt und als „Kistenzucker"versandt wird. „Raspelzucker" entsteht, wenn man die abgekühlte .Masse inJolzerne oder metallene konische Formen gibt, die erkalteten Blöcke von 10—25 kg' "rcli eine Raspelmaschine zerkleinert und die Stücke in Säcke verpackt.
Dieser Zucker enthält etwa 20°/ 0 Wasser, 68°/ 0 Dextrose und 12°/o Dextrin.Bei obigem Verfahren werden durch zu hohe Konzentration der Säure undu langes Erhitzen aus der Dextrose durch „Reversion" dextrinartige Körperu rttckgebildet. 8 Zur Gewinnung von reinem Zucker ist nach F. Soxhlet 4 dieöwendung geschlossener Apparate erforderlich, in denen bei einem Überdruckon wenigstens 1 Atmosphäre gekocht werden kann, ferner die Verdampfung von■^ proz. Zuckerlösung. Aus einer so hergestellten, konzentrierten — spez. Gew.T 1>3 8 - 1,42 bei 90° C. — Lösung kann bei ruhigem Stehen bei 30° O. fester,'""^scheinender, kristallinischer Stärkezucker (Dextrosehydrat CjHuCVHjO) ge-wonnen werden, der nach den bei der Rübenzuckerfabrikation üblichen Methoden11 anhängendem Sirup goreinigt werden kann.
Nach den neueren Verfahren von Walker, Berge, Tedesco u. a. wird' '"' Kochprozeß in geschlossenen Gefäßen unter einein Drucke von mehrerenAtmosphären, bei nicht über 130° C. vorgenommen; der Druck und die nötigeRegung wini ,!,„.,.), komprimierte Luft oder Gase (Kohlensäure, schweflige'."Ire) erzeugt. Hei sachgemäßer Leitung des Verzuckerungsprozesses wird ein'""isnft gewonnen, der 92—97°/ 0 der Trockensubstanz an Traubenzucker ent-!''!!'.' ei " Reinheitsquotient, der zur Gewinnung kristallisierten Traubenzuckersolll g genügt. Die neutralisierte und entfärbte Flüssigkeit wird auf 88—42 Be^geengt und bei 30—40° C. der Kristallisation überlassen (3-10 Tage), nach-
, ' Dextrose flndet sich lieben Lävulose im Saft der meisten süßen Früchte,
«sonders reichlich im Traubensaft (10—30°/ 0 ) und im Honi &> aus (ioln er slch
feilen körnig ausscheidet. - 2 Vergl. Ztschr. f. Spirit.-lnd. 1895. 18, 281. -
A - Wohl, Berl. Ber. 1890. 23, 2084. — * Ztschr. f. Spirit.-lnd. 1884. 7, 195.