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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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278

Pflanzliche Nahrungsmittel.

CD X

Äpfel

Birnen

Zwetschen

Kirschen

Erdbeeren

Stachel-beeren

Johannis-beeren

36

10

38

I 1

Sonstige

N-freie

Extrakts t.

5.813.54

4.92

(3.65 4.82)

1.76(0.473.20)

0.48

1.40(0.51-2.11)

0.90

Holzfaser

und

Kerne

Asche

In der Trockensubstanz:Stickstoff-substanz

Zucker

1.51 0.49(1.453.79) (0.171.03)

4.30 0.31

(3.525.12) (0.200.38)

5 41 0.71

(4.096.40) (3.694.31)

6.07 0.73 3.45

(5.289.70) (0.350.93): (2.384.75)

2.32 0.81 4.63

(0.446.03)1(0.351.64) (2.1910.19)

3.52 0.42 3.22

(2.448.00)

4.57(3.945.11)1

2.32 47.50

(1.003.94) (32.3470.24)

1.94 48.49

(1.193.00) (41.1371.46)

4.06 32.38

(27.0035.93)

50.69(29.9752.71)

49.97

(25.1973.86)

49.30

0.72

(2.194.81)

3.46(2.005.25)

(32.0855.85)

41.78(33.7650.«:!)

Die N-Substanz der Obstfrüchte besteht der Hauptmenge nachaus Pflanzeneiweiß, das beim Kochen der Früchte als Schaum sich ab-scheidet; die löslichen Kohlehydrate bestehen aus Traubenzucker(Dextrose), Fruchtzucker (Lävulose) und mehr oder weniger großen Mengenvon Rohrzucker (H. Buignet 1 ). Ferner enthalten die Früchte eineReihe wenig studierter, stickstofffreier Substanzen, die Pektinstoffe-die zu den Kohlehydraten, den Gummiarten und den Pflanzenschleimenin naher Beziehung stehen. Nach Payen soll als Grundsubstanz dieserKörper die in Wasser unlösliche, in der Intercellularsubstanz der un-reifen Früchte abgelagerte Pektose anzusehen sein. Diese wird durchKochen mit Wasser, durch Einwirkung verdünnter Säuren oder Alkalien-durch den Reifungsprozeß, sowie durch das in den Früchten vorhandeneFerment Pektase in Pektine und Pektinsäuren umgewandelt, i nKörper, die zum Teil in Wasser löslich sind, zum Teil in Wasser nuraufquellen und das Gelatinieren der Säfte bedingen.

Die Pektinstoffe stehen zu den Oxycellulosen in Beziehung; sieunterscheiden sich von diesen außer durch das Fehlen der reduzierendenGruppen besonders dadurch, daß sie neben den eigentlichen Cellulose-gruppen noch Pentosengruppen enthalten, weil sie bei der Hydroly^Arabinose und Xylose liefern und mit Phloroglucin und Salzsäure dieviolettrote Reaktion geben.

Die Pektinsäuren sind als Acidcellulosen (Cellulosesäuren) anzusehen

Vergl. B. Tollen», Berl. Ber. 1901. 34, 1434; ferner C. Wittum imÜber den Pentosangehalt unserer Obstfrüchte und anderer Vegetabilien. Ztscnlandw. Verrochsw. ("isterreich 1901. 4, 131; Ztschr. f. Unters, d. Nähr.- u. Geim') 1 "'1901. 4, 987.

1 Ann. de Chim. et de Phys. III. 61, 233.