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Pflanzliche Nahrungsmittel.
angesehen werden. Wegen seines Gehaltes an wohlschmeckenden Stoffen:freien organischen Säuren (Apfelsäure, Weinsäure, Zitronensäure) und ansauren Salzen dieser Säuren, sowie an aromatischen Bestandteilen ist dasObst jedoch eines der am meisten geschätzten Genußmittel.
Zum Kernobst gehören: 1
Die Äpfel, die reifen Früchte des kultivierten Apfelbaumes, Pirus Malus;dieselben enthalten 80—87% Wasser, 4—16% Zucker (Invert- und Rohrzucker),Pflanzensäuren, besonders Äpfelsäure, Eiweißstoffe und Pektinkö'rper; —
die Birnen, vom kultivierten Birnbaum, Pirus communis; sie enthaltenweniger Säure, meist aber mehr Zucker und Pektinkörper als die Äpfel; —
die Quitten vom Quittenbaum, Cydonia vulgaris; roh ungenießbar, sein'reich an Pektinkörpern; —
die Mispeln von Mespilus germanica; reich an Pektinstoffen, werden erstnach längerem Lagern durch Gärung teigigweich. Über die im Fruchtfleische derBirnen, Quitten und Mispeln öfter sich vorfindenden steinigen Konkretionen(Glyko-Drupose) siehe Erdmann, Ann. f. Chem. 1866. 138, 1; -
die Speierlinge, Arschitze (Wien), Zirbelen (Tirol), von der Garteu-eberesche, Sorbus domestica; werden gleichfalls erst nach längerem Lagern(Gärung) teigigweich; ■—
die Limonen von Citrus Liinonum Risso (Rutaceae); der Saftbrei enthaltbis 8% Zitronensäure; —
die Zitronen von Citrus medica Risso; die Früchte einer Abart, Citrusmedica macrocarpa Risso, werden, in 2— 4 Stücke zerschnitten, einige Zeit mSalzwasser gelegt, dann abgebrüht und mit Zuckersaft eingekocht; das ohn«weitere Behandlung in Gefäße gefüllte Zuckermus heißt Sukkade; die aus demZuckersaft genommenen und getrockneten Stücke heißen Zitronat; —
die Orangen, die frischen Früchte von Citrus Aurantium Risso; man unter-scheidet kleine Orangen von 5—6.5 cm Durchmesser, große Orangen mitgelbem Fruchtbrei und acht und mehr Centimeter Durchmesser, Blutorangenmit rotem Fleische und Mandarinen, kleine, niedergedrückt kugelige, dünn-häutige, sehr süße Früchte mit dunklem, selbst rotem Fleische. Als Blutorangensollen zuweilen mittels Einspritzung eines roten Farbstoffes innen rot gefärbtegewöhnliche Orangen verkauft werden. Vergl. Pum u. K. Micko, Ztschr. >■Unters, d. Nähr.- u. Genußm. 1900. 3, 729. — Über Schildläuse auf Orangensiehe Osterreich. Chem.-Ztg. 1899, 217; —
die Hagebutten (Hyphen), die meist erst durch Frost reif werdendenScheinfrüchte (Blütenachsen) wilder Rosensträuche, Rosa canina.
Zum Steinobst (Steinfrüchte, Steinbeeren) gehören:
Die Zwetschen, die frischen wie die getrockneten Früchte des kultiviertenZwetschen(Pflaumen-)baumes, Prunus domestica. Getrocknete Pflaumen enthaltenüber 44% Zucker und über 2.5% freie Säure. Prunellen sind gelbe bis ''"''lieh gelbe durchscheinende, vom Steinkern befreite und getrocknete südfranzösis<'<"Pflaumen. Powidl ist mit Zucker eingekochtes Pflaumenmus (Banat, Böhme».Mähren); —
die grünen Reineclauden und die gelben Mirabellen sind besonders euFrüchte des kultivierten Haferschlehen- oder Kriechenbaumes, Prunus insititia; ""
die Weichsein, Amarellen, die reifen Früchte des kultivierten Saue'weichselbaumes, Prunus Cerasus; —
die Kirschen von Prunus avium; die weichfleischige Herzkirsch >Pr. av. Juliana, die hartfleischige Knorpelkirsche, Pr. av. duracina. Kirsch,enthalten bis zu 18% Zucker und 2% Äpfelsäure; —
1 Nach d. Codex alimentarius Austriacus, Forschungsber. 1897. 4, 18(>.